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Erfolgreiches Management eines multikulturellen Teams

Blog Kategorie:
Veröffentlicht am:
Mai 7, 2022
Lesezeit:
7 minutes
Gizela
Gizela beschäftigt sich seit fast zwei Jahrzehnten mit der digitalen Welt und wartet sehnlichst auf den Tag geklont zu werden, um endlich alle Punkte ihrer täglichen To-Do-Liste erledigen zu können.

Das digitale Zeitalter ermöglicht uns nun schon seit vielen Jahrzehnten die Kommunikation aus der Ferne. Alte Freunde können sich über Social-Media-Plattformen wiederfinden, Eltern können mit ihren weggezogenen Kindern und Enkeln in Kontakt bleiben und Geschäftsleute ein Treffen mit Japan, von ihrem Sitzungssaal in Chicago aus, führen. Wir haben uns an diese digital vernetzte Welt gewöhnt und doch konnte uns nichts auf das vorbereiten, was noch kommen sollte.

Digitale Nomaden und eine globale Pandemie

Bob Dylan sang einst "and times, they are a changin'". Nie waren diese Worte zutreffender als im vergangenen Jahrzehnt. Zunächst fand ein Kulturwandel unter den neueren Generationen statt. Die älteren Generationen lebten ein Leben nach Schema F: Studieren gehen, einen Job finden, heiraten, ein Haus kaufen, Kinder bekommen und bis zur Rente warten, nach der man dann plant, endlich richtig zu leben anzufangen.

Die jüngeren Generationen sind nicht mehr an diesem alten Lebensmodell der Sicherheit und Routine interessiert. Sie möchten nicht bis zu ihrem 60. Lebensjahr warten, um ihr Leben zu beginnen. Außerdem haben die meisten, angesichts der täglich steigenden Lebenshaltungskosten, die Idee, jemals ein eigenes Haus zu besitzen, längst aufgegeben.

Nach ihrem Abschluss machen mehr und mehr junge Menschen ein “Gap-Year”, um die Welt zu bereisen und sich selbst zu finden. Andere brechen ihr Studium ab, um beispielsweise als Englischlehrer in einem fremden Land zu arbeiten, einfach um andere Orte kennenzulernen. Viele dieser Menschen kehren nie wieder nach Hause zurück und bauen sich an diesen fremden Orten, ein völlig neues Leben auf.

Mit der Zeit verwandelten sich Englischschulen dann in Online-Plattformen und die Datenerfassung aus der Ferne nahm Fahrt auf. Die Möglichkeiten, sich aus der Ferne zu vernetzen und einen angemessenen Lebensunterhalt zu verdienen wuchsen immer weiter. Somit wurden die digitalen Nomaden geboren. Digitale Nomaden sind Menschen, welche in der Lage sind, die Welt zu bereisen, da ihr Job es ihnen erlaubt, zu 100 % aus der Ferne zu arbeiten. Als Folge öffnete sich damit auch die Welt für mehr verschiedene Berater.

Anfangs wurden viele dieser digitalen Nomaden noch als umherziehende Hippies und "Zigeuner" abgestempelt. Doch mit dem Ausbruch der weltweiten Pandemie änderte dies sich schnell. Mit den steigenden Einschränkungen auf Grund des Virus wurden Unternehmen gezwungen, Wege zu finden, durch welche sie in der Lage waren, auch aus der Ferne mit ihren Mitarbeitern in Kontakt zu treten, während trotzdem voll einsatzfähig zu bleiben. Leider misslang dieser Schritt vielen Unternehmen. Diejenigen jedoch, die den digitalen Sprung schafften, fanden sich bald auf unbekanntem, aber vielversprechendem Terrain wieder.

Inzwischen ist den meisten klar geworden, dass wir so bald nicht zur "alten Normalität" zurückkehren werden. Steigende Fernarbeit führte zu Zeiterfassungs-Apps und Personalabteilungen begannen, Bewerber aus der ganzen Welt einzustellen.

Das Management innerhalb dieser neuen Struktur ist oft eine Herausforderung, da es für die meisten Unternehmen noch Neuland darstellt.

"Die einstige Science-Fiction-Idee der Hyperkonnektivität - bei der wir alle ständig mit sozialen Netzwerken und anderen sprudelnden Strömen digitaler Daten verbunden sind - ist schnell zu einer weit verbreiteten Realität geworden." - Geoff Mulgan

Sind Sie in der Lage, ein multikulturelles, geografisch verstreutes Team, erfolgreich zu leiten?

Egal, ob es sich um verschiedene Berater oder um Festangestellte handelt, es ist zu 100 % möglich, ein erfolgreiches Remote-Team zu leiten. Allerdings erfordert dies gewisse Veränderungen und ein Umdenken.

Ein wenig geben, um viel zu bekommen

Die Leitung von Teams, die remote arbeiten erfordert Flexibilität. Was ist schon dabei, wenn Mary an einem Dienstagmorgen um 11:00 Uhr einkaufen geht? Solange sie alle Fristen und ihre Wochenarbeitszeit einhält, sollte dies kein Problem sein. Das altbekannte Machtgefälle zwischen Chef und Angestellten wird in einem Remote-Team nicht funktionieren. Jeden Tag tauchen mehr und mehr Möglichkeiten der Fernarbeit auf. Zu strikte Hierarchien sind in diesem Arbeitsumfeld die Eintrittskarte zu einer schockierenden Mitarbeiterfluktuation. Vermeiden Sie also das Mikromanagement Ihres Teams und seien Sie sich bewusst, dass das Angebot von mehr Flexibilität die Loyalität ihres Teams nur fördert.

Management, Erfolgreiches Management eines multikulturellen Teams

Legen Sie genaue Kommunikationsrichtlinien fest

Die Möglichkeit, so flexibel zu arbeiten, kann zur Folge haben, dass wir wie Schiffe aneinander vorbeifahren. Das Leben in individuellen Arbeitsblasen kann zu vielen Kommunikationsfehlern führen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bestimmte Kommunikationskanäle für bestimmte Zwecke einzusetzen. Geben Sie Teammitgliedern und anderen Beratern die Möglichkeit, über eine Chat-Plattform wie Skype oder Slack in Echtzeit miteinander zu kommunizieren. Legen Sie Erwartungen für Bearbeitungszeiten per E-Mail fest. Des Weiteren sollten Sie entscheiden, welche Plattform für die Durchführung von Meetings verwendet werden soll. Möchten Sie Zoom, Google Meet oder eine andere Option einsetzen?

Stellen Sie sicher, dass Ihr Team Zugang zu den richtigen Tools und der richtigen Software hat.

Für die Zusammenarbeit aus der Ferne gibt es zahlreiche digitale Plattformen, Tools und Software. Das kann alles sein, von Projektmanagement-Tools wie Asana, bis hin zu Speicherlösungen wie Google Drive. Einige davon sind kostenlos, viele sind jedoch auch kostenpflichtig. Es ist nicht zumutbar, von den Mitarbeitern zu erwarten, dass sie für diese bezahlen.

Überschreiten Sie nicht Ihre Grenzen

Nur weil Sie remote arbeiten, bedeutet das nicht, dass Ihr Team rund um die Uhr für Sie verfügbar ist. Dies ist ein weiteres Machtungleichgewicht, vor dem Sie sich hüten sollten. Auch wenn Sie nicht mehr gemeinsam im Büro sitzen, gelten immer noch die Bürozeiten und auch Überstunden existieren weiter.

Priorisieren Sie echte Verbindungen

Es hat sich gezeigt, dass Mitarbeiter, die sich im Pausenraum oder um den Wasserspender versammeln, nicht nur Zeit und Geld des Unternehmens verschwenden, sondern dass dies für die Bindung und das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Organisation von entscheidender Bedeutung sein kann. Deshalb ist es so wichtig, auch virtuell solche Möglichkeiten zu schaffen. Infolgedessen haben viele Unternehmen obligatorische Statusbesprechungen eingeführt. Bei diesen handelt es sich um “Check-In-Meetings”, die dafür sorgen, dass Mitarbeiter weiterhin das Gefühl haben, Teil von etwas Größerem, als nur ihrem Laptop und ihrer Couch zu sein.

Auf dem Weg zu Remote-Arbeitsteams werden immer produktivere Arbeitsmethoden und effizientere Wege zur Leitung von Teams entdeckt. Möchten Sie mehr über Management, die neue Art der Beratung oder einfach nur über Unternehmen im Allgemeinen erfahren, werfen Sie hier einen Blick auf unsere kostenlosen Ressourcen.