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Wie Sie Freelance-Verträge, Preisgestaltung und Bezahlung meistern

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Veröffentlicht am:
Mai 19, 2022
Lesezeit:
7 minutes
Leo
Erfahrener Copywriter, welcher viel Geld für Restaurants ausgibt, nur um es danach zu bereuen.

Vor ein paar Jahrzehnten wurde der Begriff "Freiberuflichkeit" noch nicht sehr oft verwendet. In der Tat zogen die meisten Menschen es nicht einmal als realisierbare Berufswahl in Betracht.

Heute nimmt die Gig-Economy immer mehr an Fahrt auf und Berufstätige lassen ihr Firmenleben hinter sich, um als Freiberufler zu arbeiten. Es gibt mehrere Umfragen zur Zukunft der Freelancer und fast alle sagen voraus, dass deren Zahl noch weiter steigen wird.

Als Angestellter muss man einen Vertrag unterschreiben, den ein Arbeitgeber erstellt. Als Freiberufler jedoch erstellt man seinen eigenen Vertrag und lässt ihn von Kunden unterschreiben.

In folgendem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie Sie professionell aussehende Verträge für Freiberufler entwerfen und Zahlungen effizient verwalten können.

1. Warum Sie Freelance-Verträge erstellen sollten

Als unabhängiger Berater werden Sie wahrscheinlich an einer Vielzahl von temporären Projekten arbeiten. Jedes Projekt wird einen anderen Umfang, eine andere Preisstruktur und einen anderen Zeitrahmen haben. Aus diesem Grund werden Sie für neue Projekte neue Freelance-Verträge erstellen müssen.

Außerdem ist jedes neue Projekt auch mit einer neuen Projektgebühr verbunden. Um sicherzustellen, dass Ihr Kunde versteht, wie viel er Ihnen schuldet und dass er gesetzlich verpflichtet ist, Sie pünktlich zu bezahlen, sollten Sie stets Freelance-Verträge abschließen. Dadurch machen Sie mündliche Zusagen auch rechtlich bindend.

Erstellen Sie als Freiberufler keine Verträge, kann dies zu Verwirrung auf beiden Seiten führen. Auf der einen Seite wird der Kunde nicht verstehen, welchen Wert Sie wirklich einbringen. Auf der anderen Seite werden Sie mit einer Menge Unsicherheit konfrontiert. Es ist also besser, zuerst einen Vertrag aufzusetzen und das Projekt von dort aus zu übernehmen.

Until the contract is signed, nothing is real. -Glenn Danzig

2. Wichtige Klauseln in einem Freelance-Vertrag

Unterschiedliche Freelance-Verträge haben unterschiedliche Konditionen. Es gibt jedoch Klauseln, die Sie auf jeden Fall aufnehmen sollten, um Freelance-Verträge zu erstellen, die effektiv sind und Ihre Rechte während und nach dem Projekt schützen. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, welche Elemente dies sind.

  • Projektumfang und Ergebnisse: Sowohl Sie, als auch der Kunde müssen wissen, was genau Sie als freiberuflicher Berater bieten werden. Wenn Sie den Projektumfang nicht von Anfang an klarmachen, kann es sein, dass der Kunde Sie bittet, Dinge zu tun, die außerhalb des Umfangs liegen und für die Sie zusätzliche Zeit und Mühe aufwenden müssen. Möglicherweise ohne zusätzliche Bezahlung.
  • Zahlungsstruktur für Freiberufler: Ein Angestellter erhält ein vereinbartes Gehalt, wöchentlich oder monatlich. Ein Freelancer dagegen benötigt möglicherweise eine andere Zahlungsstruktur. Je nach Projekt können Sie einen Stundensatz, eine einmalige Projektgebühr, eine Retainer-Gebühr oder ein Basis- und Provisionsmodell berechnen.
  • Zeitplan: Das Fehlen eines Zeitplans in einem Freelancer-Vertrag kann zu Chaos und verpassten Terminen führen. Unabhängig davon, ob Zeitpläne in Stein gemeißelt sind oder nur zu Referenzzwecken dienen, geben sie sowohl Ihnen als auch Ihrem Kunden eine klare Vorstellung über den Fortschritt des Projekts.

Sie können sich mit Ihrem Rechtsanwalt über weitere wichtige Klauseln unterhalten. Dennoch sollten Sie nicht vergessen, die oben genannten in Ihrem Vertrag zu erwähnen.

3. Erwähnen Sie im Freelance-Vertrag, wie oft Sie bezahlt werden möchten

Denken Sie daran, auch die Häufigkeit der Zahlungen in Ihre Freelance-Verträge mit Kunden aufzunehmen. Wenn Sie jede Woche für abrechenbare Stunden bezahlt werden wollen, erwähnen Sie das. Wenn Sie 25 % des einmaligen Projekthonorars im Voraus haben wollen, sollten Sie auch das in den Vertrag aufnehmen.

Lassen Sie nun uns verschiedene Zahlungsbedingungen für Freiberufler im Detail betrachten:

Freelance-Verträge, Wie Sie Freelance-Verträge, Preisgestaltung und Bezahlung meistern

Etappenzahlungen: Bei dieser Struktur können Sie Ihre Freelance-Preise so festlegen, dass ein Kunde Ihnen am Ende jeder Projektphase das vereinbarte Honorar zahlen muss. Wenn Sie zum Beispiel ein Freelance-Projekt zur digitalen Transformation durchführen, könnten Sie das Projekt in die Phasen A, B und C unterteilen. Sie können im Vertrag erwähnen, dass der Kunde am Ende von Phase A 10.000 Euro zahlen muss, damit Phase B beginnen kann, und so weiter.

Fälligkeit bei Erhalt: Diese Freelance-Zahlungsstrategie können Sie für kurzfristige Projekte mit neuen Kunden verwenden. Grundsätzlich verlangt diese Klausel, dass Kunden Sie bezahlen, sobald sie die Rechnung erhalten. Sie sollten jedoch versuchen, dies nicht bei alten, vertrauten Kunden anzuwenden, die Ihnen zuvor langfristige Projekte angeboten haben.

Netto (Anzahl der Tage): Dies ist wahrscheinlich die am häufigsten von Freiberuflern verwendete Zahlungsstrategie. Wenn Sie innerhalb von 15 Tagen nach Versand der Rechnung bezahlt werden möchten, können Sie am Ende der Rechnung Netto 15 angeben. In ähnlicher Weise können Sie Net 7, Net 21, Net 30 usw. je nach Anforderung verwenden.

50 Prozent im Voraus: Wenn das Projekt wirklich groß ist, ist es ratsam, sich mindestens 50 Prozent der Zahlung im Voraus zu sichern. Mit dieser Zahlungsbedingung können Sie das tun.

4. Nutzen Sie Technologie, um Zahlungen und Freelance-Verträge zu vereinfachen

Vorbei sind die Zeiten, in welchen Sie Freelance-Verträge von Hand tippen oder einem Anwalt dafür viel Geld bezahlen mussten. Heutzutage gibt es digitale Tools, die Ihnen helfen, Freelance-Verträge zu erstellen und Ihre Kunden diese elektronisch unterschreiben zu lassen. Es gibt verschiedene Online-Tools für die Buchhaltung und Rechnungsstellung, die den Zahlungseingang einfacher als je zuvor gemacht haben.

PandaDoc zum Beispiel ist eine Online-Plattform, mit der Benutzer elektronische Angebote erstellen können. Das Unternehmen bietet mehrere Vorlagen, die für Freiberufler konzipiert sind. Sie können außerdem den Fortschritt jedes Angebots auf dem Dashboard sehen.

Moderne Buchhaltungs- und Fakturierungssoftware bietet den Anwendern ein All-in-One-Paket zur Zahlungsabwicklung. Sie können Rechnungen und Steuern bezahlen, Ausgaben geltend machen, Zahlungen von Kunden erhalten, Rechnungen versenden und Buchhaltungsberichte erstellen.

All das spart Ihnen eine Menge Zeit, die Sie nutzen können, um sich auf Projekte zu konzentrieren. Verzichten Sie also auf Papierdokumente und Tabellenkalkulationen und nutzen Sie diese Technologie.

Für weitere Details können Sie gerne den folgenden Artikel lesen: Die besten Softwares, die Sie als Berater verwenden sollten

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich durchaus lohnt, Zeit auf gute Freelance-Verträge zu investieren. Freiberufliche Verträge erhöhen Ihre Glaubwürdigkeit und legitimieren Ihren Umgang mit Kunden. Außerdem bieten sie Zahlungssicherheit, vorausgesetzt, Sie haben Ihre Preisstruktur für Freiberufler klug gewählt und im Vertrag deutlich gemacht.

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