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Berater werden: Was Sie vor einem VorstellungsgesprÀch wissen sollten

Blog Kategorie:
Veröffentlicht am:
Juli 29, 2021
Lesezeit:
5 minutes
consultport-author
Lynn
Lynns umfangreiche Erfahrung als Unternehmensberaterin ermöglicht ihr vielfĂ€ltige Perspektiven auf die GeschĂ€ftswelt. Ihre Rolle als Mutter, Ehefrau und Großmutter vertiefen ihre Einsichten weiter.

Herzlichen GlĂŒckwunsch! Ihre harte Arbeit in den Kursen der Consultport Academy hat sich gelohnt. Sie möchten nun endlich ein richtiger und in ein paar Jahren etablierter Berater werden. Der nĂ€chste Schritt besteht darin, tatsĂ€chlich einen Job zu bekommen. Bei einem VorstellungsgesprĂ€ch fĂŒr eine Beraterposition gibt es zwei Teile: Ein EignungsgesprĂ€ch und ein FallgesprĂ€ch.

Im EignungsgesprĂ€ch werden Ihre BeweggrĂŒnde fĂŒr den Eintritt in das Unternehmen erfragt. Des Weiteren wird geprĂŒft, ob das Unternehmen auch der richtige Ort fĂŒr Sie ist. Dagegen ist das Fallinterview eher der technische Teil. Hier testet der Interviewer Ihre FĂ€higkeiten und Fertigkeiten. So wird Ihnen wĂ€hrend des Fallinterviews ein GeschĂ€ftsproblem gestellt, das Sie lösen und analysieren mĂŒssen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kandidaten in dieser Phase erstarren, auch wenn sie sich eigentlich auskennen. Um Sie dabei zu unterstĂŒtzen, haben wir einige Tipps und Tricks zusammengestellt. Diese werden Ihnen helfen, das VorstellungsgesprĂ€ch zu meistern, Ihren GesprĂ€chspartner zu beeindrucken und Ihr Ziel “Berater werden” zu erreichen.

Vorbereitung auf das VorstellungsgesprÀch

Sie möchten unbedingt Berater werden? Dann sollten Sie bei der Vorbereitung auf Ihr VorstellungsgesprĂ€ch einige Dinge beachten. Die Vorbereitung auf ein VorstellungsgesprĂ€ch kann sowohl mentale, als auch technische Aufgaben umfassen. Erstens sollten Sie sich deshalb in einen guten Geisteszustand versetzen. Das bedeutet, Sie mĂŒssen Selbstvertrauen in sich und Ihre FĂ€higkeiten haben. Was die technischen FĂ€higkeiten betrifft, sollten Sie beispielsweise Wissen ĂŒber aktuelle Weltnachrichten und verschiedene Terminologien in der Beratung mitbringen. Des Weiteren lohnt es sich, Ihre mathematischen FĂ€higkeiten aufzufrischen, da es einige mathematische Formeln gibt, die Sie auswendig kennen mĂŒssen.

"Ein VorstellungsgesprÀch ist kein Test Ihres Wissens, sondern Ihrer FÀhigkeit, es zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen."
Rahmen fĂŒr Fallstudieninterviews

Vergewissern Sie sich vor dem GesprĂ€ch, dass Sie mit den Rahmenmethoden fĂŒr Fallstudien vertraut sind. Somit können Sie sich, beim Angehen eines spezifischen Problems, das Ihnen gestellt wurde, auf diese beziehen. Dadurch können Sie das Problem in kleinere, besser verdauliche Teile zerlegen. Jedoch sollten Sie die Frameworks nicht auswendig lernen und in Ihrem GesprĂ€ch nur vortragen. Vielmehr empfiehlt es sich, diese als Grundlage fĂŒr Fallstudien, zur Erstellung Ihrer eigenen Rahmen zu verwenden. Einige der wichtigsten Rahmenwerke in der Welt der Beratung sind:

  1. Wahrscheinlichkeitsrahmen

    Dieser einfache Rahmen schlĂŒsselt alle Gewinne des Unternehmens in Einnahmen und Kosten auf. Damit hilft er Ihnen, die GrĂŒnde fĂŒr fehlende RentabilitĂ€t zu ermitteln.

  2. Rahmenbedingungen fĂŒr den Markteintritt

    Diese helfen einem Unternehmen bei der Entscheidung, ob es in einen neuen Markt eintreten oder auf dem bestehenden Markt bleiben soll. Um diese Entscheidung treffen zu können, sollte man sich den Markt, die FÀhigkeiten der Kunden, die Finanzen und die Markteintrittsstrategien ansehen.

  3. 3-Cs-Rahmen

    Die drei C's sind Customers (Kunden), Competition (Wettbewerb) und Company (Unternehmen). Dies ist ein hilfreicher Rahmen fĂŒr die Ausarbeitung einer Unternehmensstrategie.

  4. Rahmen fĂŒr Mergers und Acquisitions

    Dieser hilft einem Unternehmen bei der Entscheidung, ob es sich mit der Konkurrenz zusammenschließen sollte. Hierbei werden der Markt, das Ziel, der KĂ€ufer, die Synergien und die Risiken untersucht.

Geheimnisse des VorstellungsgesprÀchs

Sie möchten Berater werden und sind zum ersten Mal zu einem VorstellungsgesprĂ€ch eingeladen. Wahrscheinlich wissen nicht genau, was Sie erwartet. Zu Ihrem GlĂŒck gibt es RatschlĂ€ge vieler bereits etablierter Berater, die schon einmal in derselben Position waren. Im Folgenden einige dieser Tipps, welche ein etablierter Berater Ihnen fĂŒr VorstellungsgesprĂ€che geben wĂŒrde:

  1. Hören Sie genau zu!

    Nehmen Sie alle Informationen, die sie bekommen, auf und konzentrieren Sie sich.

  2. Greifen Sie Hinweise auf!

    Auch Ihr Interviewer hat Interesse an einem guten Ausgang des GesprĂ€chs. NatĂŒrlich sind Sie es, die Berater werden möchten. Trotzdem möchte auch Ihr GesprĂ€chspartner, dass Sie erfolgreich durch das Interview gehen.

  3. Bitten Sie um KlÀrung, wenn Sie sich bei bestimmten Details unsicher sind!

    Manchmal lÀsst ein Unternehmen wichtige Details weg. Sie als Berater sollten erkennen, wenn diese fehlen. Ohne diese Details können Sie das anstehende Problem nicht lösen.

  4. Verwenden Sie nicht denselben Rahmen fĂŒr jede Fallstudie!

    MĂŒssen Sie mehrere FĂ€lle lösen, sollten Sie bei Ihren Lösungen nicht immer denselben Rahmen verwenden. Stattdessen gewöhnen Sie sich an, wirklich nur das Framework zu verwenden, welches auf den jeweiligen Fall anwendbar ist. Möchten Sie Berater werden, sollten Sie dem Interviewer beweisen, dass Sie sich wirklich auskennen!

  5. Bringen Sie Ihre Mathematikkenntnisse auf den neuesten Stand!

    Beim VorstellungsgesprĂ€ch sind keine Taschenrechner erlaubt. Aus diesem Grund ist die Kenntnis grundlegender mathematischer Funktionen und Formeln entscheidend fĂŒr den Erfolg Ihres GesprĂ€chs.

  6. Geben sie konkrete Empfehlungen!

    Niemand mag Unentschlossene. Geben Sie in Ihrer Schlussfolgerung eine klare Empfehlung ab, die mit unterstĂŒtzenden Informationen und Argumenten untermauert ist.

All diese Tipps und Tricks sollten Sie bei Ihrem VorstellungsgesprĂ€ch beachten. Außerdem finden Sie in unserem Consultport-Blog viele weitere, hilfreiche RatschlĂ€ge, die Sie beim Berater werden und in Ihrer darauf folgenden Karriere unterstĂŒtzen. DarĂŒber hinaus können Sie auch einen Blick auf einen unserer kommenden Kurse in der Consultport Academy werfen.

Beispiele fĂŒr Fallstudien-Interviews

Bei der Bewerbung um eine Stelle als Berater bei einem fĂŒhrenden Beratungsunternehmen, mĂŒssen Sie in der Regel einen Fall lösen. Im Folgenden ein typisches Beispiel fĂŒr ein Fallinterview:

McKinsey Diconsa Case Study

Ziel des Kunden: McKinsey wurde von der Gates Foundation gebeten, ein Finanzdienstleistungskonzept fĂŒr isolierte mexikanische Gemeinden zu entwickeln.

Beschreibung der Situation: Die meisten lĂ€ndlichen Gebiete Mexikos werden von relativ armen Menschen bewohnt, die auf staatliche BargeldunterstĂŒtzung und Sozialleistungen angewiesen sind. Aus diesem Grund haben die meisten dieser Menschen keine Bankkonten. Die nĂ€chstgelegenen Banken sind kilometerweit entfernt. Diconsa ist eine mexikanische Ladenkette, die sich im Besitz der Regierung befindet. Es gibt Tausende dieser LĂ€den in den lĂ€ndlichen Gebieten Mexikos. Sie versorgen die Menschen mit lebensnotwendigen GĂŒtern wie Lebensmitteln und Kleidung und verfĂŒgen auch ĂŒber Tausende von Lieferwagen, sowie ein Netz von LagerhĂ€usern.

McKinsey-Studie: Untersuchen Sie das Potenzial der Diconsa-Filialen, sowie des bereits etablierten Netzwerks. Das Ziel ist es, grundlegende Finanzdienstleistungen anzubieten. Dies soll kompensieren, dass es in den lĂ€ndlichen Gebieten nur wenige Banken gibt. Der Dienst wĂŒrde zunĂ€chst mit der Verteilung von staatlichen Leistungen beginnen, spĂ€ter aber auch andere Finanzdienstleistungen, wie Bankkonten und Versicherungsangebote umfassen.

Was tun Sie in diesem Szenario? Was ist Ihr Rat als Berater?

Ganz gleich, ob Sie noch Berater werden möchten oder als etablierter Berater im VorstellungsgesprĂ€ch sind. Wenden Sie die zuvor genannten Tipps an, wird Ihnen das sicher helfen, sich von der Masse abzuheben. DarĂŒber hinaus empfehlen wir Ihnen, auch Ihre Persönlichkeit in das GesprĂ€ch mit einzubringen. Talent alleine bringt Sie zwar in den Interview-Raum. Am Ende wird Ihr Talent den Interviewer jedoch nur in Kombination mit Charakter ĂŒberzeugen.