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Hat Ihr digitaler Berater die richtigen FĂ€higkeiten?

Blog Kategorie:
Veröffentlicht am:
Dezember 9, 2020
Lesezeit:
5 minutes

Beratung ist zu einem ziemlich glamourösen, idealisierten Beruf geworden, dank Hollywood-Filme und dem gestiegenen Interesse an der Digitalisierung. In jĂŒngster Zeit haben sich die weltweiten Einnahmen aus der digitalen Beratung, innerhalb von nur 18 Monaten, mit 44 Milliarden Dollar fast verdoppelt. Trotzdem muss man bedenken, dass, im Gegensatz zu Ingenieuren, Architekten oder sogar Airbnb-Hosts, fast jeder behaupten kann, ein Berater zu sein.

Wie stellen Sie also fest, ob Ihr digitaler Berater tatsĂ€chlich qualifiziert fĂŒr Ihr Projekt ist?

Im Folgenden stellen wir fĂŒnf SchlĂŒsselfragen vor, mit deren Hilfe Sie feststellen können, ob Ihr „Digitalexperte“ in der Lage ist, Ihr Unternehmen gekonnt durch die Digitalisierung zu steuern.

Die fĂŒnf SchlĂŒsselfragen

Sie möchten, dass Ihr digitaler Berater potenziell ineffiziente und veraltete Systeme mit neuen Augen betrachtet, ĂŒberlegt, was derzeit in Ihrer Branche getan wird, und spezialisiertes Wissen zur Lösung Ihrer Probleme einsetzt? Da es in der Branche hierfĂŒr keine wirklichen Metriken gibt, haben wir unsere persönliche Checkliste erstellt, um potenzielle Berater zu prĂŒfen:

  • Sie haben Erfahrung in ihrer Spezialisierung.
  • Sie kennen ihre Grenzen.
  • Sie besitzen eine Übersicht ĂŒber ihr berufliches Verhalten.
  • Sie fĂŒhren und arbeiten zielstrebig.
  • Sie sind hungrig nach top-aktuellem Wissen.
"Ich weiß nur eines - dass ich nichts weiß." - Sokrates

Sie haben Erfahrung in ihrer Spezialisierung

Digitale Beratung ist einer dieser Pauschalbegriffe, die ĂŒber alles geworfen werden, ohne zu wissen, was er eigentlich genau beinhaltet. Stellen wir uns zum Beispiel vor, Sie sind im Einzelhandel tĂ€tig und möchten Ihr GeschĂ€ft mit Virtual-Reality-Funktionen ausstatten. TatsĂ€chlich gibt es viele verschiedene digitale Berater und nicht alle sind fĂŒr dieses spezielle Projekt geeignet.

Derselbe digitale Berater, der sich bei der Strategieentwicklung und dem Brainstorming der „Big Picture"-Ziele Ihres VR-Projekts auszeichnet, wird nicht derselbe sein, der Ihre VR-Pilotergebnisse analysiert. Der Berater, den Sie beauftragen, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen digitale Vorschriften einhĂ€lt, wird nicht derjenige sein, der nach einer Fusion daran arbeitet, Ihr Unternehmen zu stabilisieren. Außerdem sollten Sie nie jemanden fĂŒr die Rolle eines Blockchain-Experten einstellen, der normalerweise ausschließlich an der Entwicklung der Unternehmenskultur arbeitet.

Finden Sie heraus, worauf sich der jeweilige digitale Berater spezialisiert hat und recherchieren Sie dessen frĂŒhere Erfolge.

SchlĂŒsselfrage: Worauf sind Sie spezialisiert, und wie haben Sie auf diesem Gebiet Erfolg gehabt?

Sie kennen ihre Grenzen

Vergessen Sie nicht, dass, auch wenn Ihr digitaler Berater nicht den versprochenen Erfolg bringt, Sie diesen trotzdem bezahlen mĂŒssen. Stellen Sie also sicher einen Experten zu wĂ€hlen, der weiß, wofĂŒr er qualifiziert ist und wofĂŒr nicht!

NatĂŒrlich sollte der digitale Berater kompetent und spezialisiert sein. Dies macht aber nur dann Sinn, wenn der Berater weiß, welche Projekte er fĂ€hig ist, zu bewĂ€ltigen und welche nicht. Nur so wird er Ihnen die gewĂŒnschten Ergebnisse liefern können, egal wie qualifiziert er ist.

SchlĂŒsselfrage: Was sind Ihre Grenzen, und haben Sie eine Reihe von Kriterien, fĂŒr welche Projekte Sie sich entscheiden?

Sie besitzen eine Übersicht ĂŒber ihr berufliches Verhalten

Des Weiteren sollten Sie jemanden finden, der klar definieren kann, was er von Ihnen braucht und der seine Grenzen zieht. Das bedeutet auch, dass der digitale Berater wahrscheinlich keine zusĂ€tzliche Arbeit annehmen wird, die nicht unter den Vertrag fĂ€llt. Bevor Sie an dieser Stelle protestieren, denken Sie nach: BeschĂ€ftigen Sie lieber digitale Berater, die sich beeilen, alles zu tun, was Sie verlangen oder sich auf das Wesentliche konzentrieren und dies dafĂŒr besonders gut und sorgfĂ€ltig machen?

Selbst Steve Jobs wĂŒrde lieber Exzellenz als VertrĂ€glichkeit wĂ€hlen. Aus einem Vortrag, den Greg McKeown kĂŒrzlich bei Google gehalten hat:

„...[Steve Jobs] versuchte, ein Logo zu finden. Und so fand er einen der besten Leute in der Branche, Paul Rand, der das Logo von ABC, Bloomingdale's und einer Reihe anderer entwarf... und er sagt: Hören Sie, was ich von Ihnen brauche, ist, dass Sie mir eine Reihe von Optionen bringen.” Und was tat Rand daraufhin? Er sagte nein. Er wĂŒrde nur einen Entwurf erstellen:

„Ich werde Ihr Problem fĂŒr Sie lösen und Sie werden mich dafĂŒr bezahlen. Und Sie brauchen es nicht zu benutzen, aber Sie werden mich bezahlen, und ich werde Ihr Problem fĂŒr Sie lösen.” Die Antwort von Jobs? Laut McKeown beschrieb er Paul Rand spĂ€ter als „den ultimativen Profi“, weil [Rand] die Kundenbeziehung tiefer durchdacht habe, als er.

SchlĂŒsselfrage: Was erwarten Sie von uns und was sollten wir von Ihnen erwarten?

Sie fĂŒhren und arbeiten zielstrebig

Ist es beunruhigend fĂŒr Sie, sich vorzustellen, dass digitale Berater Ihre GeschĂ€ftspraktiken und -systeme mit theoretischen Empfehlungen auf den Kopf stellen? Theorien sind zwar oft attraktiv. In der realen Welt funktionieren sie jedoch nicht immer perfekt. Damit ein Berater gute Arbeit leisten kann, muss er Ihre Organisation verstehen, mit den Menschen in Ihrer Organisation zusammenarbeiten und bereit sein, die volle Verantwortung fĂŒr seine Empfehlungen zu ĂŒbernehmen.

Schließlich werden sich die Mitarbeiter gegen neue Systeme wehren, Stakeholder werden sich beschweren, dass Sie das GeschĂ€ft in die falsche Richtung lenken und auch Kunden werden VerĂ€nderungen hinterfragen. WĂ€hrend Sie also von einer Digitalberatung erwarten sollten, dass neue Ideen in ein Projekt kommen, sollten Sie auch beurteilen, wie gut der digitale Berater ausgerĂŒstet ist, diese Ideen praktisch umzusetzen. Das bedeutet Kompromisse einzugehen, Konflikte zu lösen und gut im Team zu arbeiten.

SchlĂŒsselfrage: Wie planen Sie, unser Management, unsere Mitarbeiter und Stakeholder bei der Umsetzung Ihrer Ideen einzubeziehen?


Sie sind hungrig nach top-aktuellem Wissen

Finden Sie heraus, ob der digitale Berater sich dem stĂ€ndigen Lernen verpflichtet fĂŒhlt. Denken Sie zum Beispiel an die Blockchain-Technologie. Bitcoin gab es erst 2008, Ethereum startete 2015 und Cosmos verband Blockchains nicht vor 2019!

Die Digitalisierung bewegt sich schnell. Folgendes sagte Richard Branson einmal: „Damit ein Berater in dieser sich schnell entwickelnden Welt erfolgreich sein kann, muss er die FĂ€higkeit haben, sich hĂ€ufig anzupassen... [und] einen Eifer fĂŒr lebenslanges Lernen besitzen.”

SchlĂŒsselfrage: Wie bleiben Sie auf dem Laufenden ĂŒber das, was in Ihrem Fachgebiet vor sich geht und was ist eine Idee, der Sie derzeit nachgehen?


Sind Ihre digitalen Berater tatsÀchlich fÀhig?

PrĂŒfliste:

  • Sie haben Erfahrung in ihrer Spezialisierung.
  • Sie kennen ihre Grenzen.
  • Sie besitzen eine Übersicht ĂŒber ihr berufliches Verhalten.
  • Sie fĂŒhren und arbeiten zielstrebig.
  • Sie sind hungrig nach top-aktuellem Wissen.

Wenn Sie Hilfe suchen, um diese Liste zur Digitalberatung abzuhaken, stehen wir Ihnen gerne mit UnterstĂŒtzung zur VerfĂŒgung. Wir bringen Sie mit einem Strategiepartner von Consultport zusammen, um zu klĂ€ren, was Sie fĂŒr Ihr Projekt benötigen. Mit uns finden Sie einen Berater, der in seiner Spezialisierung hoch qualifiziert ist. Egal, fĂŒr welchen Weg Sie sich entscheiden, denken Sie daran: WĂ€hlen Sie digitale Berater mit Bedacht aus!