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5 schlechte Gründe für die Einstellung eines Beraters

Blog Kategorie:
Veröffentlicht am:
Juni 8, 2022
Lesezeit:
5 minutes
consultport-author
Leo
Erfahrener Copywriter, welcher viel Geld für Restaurants ausgibt, nur um es danach zu bereuen.

Heutzutage ist es sehr einfach, unabhängige Berater zu finden. Es gibt eine Menge glaubwürdiger Online-Beratungsmarktplätze, die Sie mit Hunderten von Top-Management-Beratern verbinden und Ihr Projekt innerhalb von 48 Stunden mit Personal besetzen können.

Unternehmen stellen in der Regel Berater ein, um eine Qualifikationslücke zu schließen, ihre Mitarbeiter zu schulen oder bei der Implementierung neuer Prozesse im Unternehmen. Dies sind zweifellos einige gute Gründe, um einen Berater einzustellen.

Was ist Ihr Grund, einen Berater zu engagieren? Tatsächlich gibt es viele falsche Gründe hierfür. Im folgenden Artikel werden wir einen Blick auf diese werfen.

Falsche Gründe zur Einstellung eines Beraters

Grund 1: Sie denken, dass mit einem Berater all Ihre Probleme auf einen Schlag gelöst werden.

Ein Hauptgrund, warum Unternehmen unabhängige Berater einstellen, ist, dass diese professionelle Problemlöser sind. Es stimmt, Top-Berater sind in der Lage, Ihr Problem zu lösen. Trotzdem ist dies nicht so einfach, wie es sich anhört. Auch Sie als Unternehmer haben eine gewisse Verantwortung, dem Berater zur Seite zu stehen und seine Empfehlungen tatsächlich umzusetzen.

Oft, wenn Unternehmen zum ersten Mal unabhängige Berater suchen, denken sie, dass sie nur einen Berater einstellen müssen und der Rest sich von selbst erledigt. So funktioniert es jedoch selten. In Wirklichkeit müssen Sie, Ihr Team und der Berater eng zusammenarbeiten. Einen Berater an Bord zu haben, der Ihnen hilft, durch unbekannte Gewässer zu navigieren, ist definitiv hilfreich. Denken Sie jedoch immer daran, dass letztendlich Sie der Eigentümer des Bootes sind.

Auch wenn Sie einen Berater finden, der verspricht, das ganze Risiko auf seine Schultern zu nehmen, ist das nicht unbedingt positiv. Es ist viel besser, im Vorfeld realistische Erwartungen zu stellen, damit Sie eine gute Beziehung zu dem Berater aufrechterhalten können. Ihr Berater ist kein Flaschengeist, der all Ihre Wünsche wahr werden lassen kann. Wenn Sie also Berater einstellen, sollten Sie zuvor ein Brainstorming durchführen, wie Sie beide als Team zusammenarbeiten und Ihr Ziel erreichen können.

Meine größte Stärke als Berater ist es, ignorant zu sein und ein paar Fragen zu stellen. - Peter Drucker

Grund 2: Sie haben sich bereits entschieden.

Betrachten wir ein Beispiel, um diesen Punkt besser zu verstehen. Nehmen wir an, ein paar leitende Angestellte im Unternehmen möchten das Geschäft nach Australien ausweiten, aber der CEO ist anderer Meinung. Dieser stellt dann einen Berater ein, um sich von diesem seine Meinung bestätigen zu lassen. Der Berater erstellt eine manipulierte Analyse und beweist, dass Australien ein schlechter Markt ist. Nun stimmen alle im Unternehmen mit dem CEO überein, nur da ein sogenannter „externer Experte“ die Entscheidung bestätigt hat.

Wie in diesem Beispiel kommt es manchmal vor, dass hochrangige Beamte in einem Unternehmen unabhängige Berater beauftragen und diese anweisen, Fakten auf eine bestimmte Art und Weise zu formen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Natürlich können Daten manipuliert werden, um eine vorbestimmte Schlussfolgerung abzuleiten. Das heißt, wenn Sie einen Berater dafür bezahlen, zu beweisen, dass eine neue CRM-Software den Umsatz steigern kann, kann er dies natürlich tun. Und wenn Sie ihn dafür bezahlen, dass er beweist, dass dieselbe CRM-Software veraltet und überteuert ist, kann er auch das tun. Denken Sie jedoch daran, dass dies keine ethische Weise ist, einen Berater zu beschäftigen.

Grund 3: Sie erwarten von einem Berater, dass er Geschäftsgeheimnisse seiner früheren Kunden preisgibt.

Berater erhalten bei der Arbeit mit einem Unternehmen eine Menge vertraulicher Informationen. Diese Informationen sind jedoch durch eine Geheimhaltungsvereinbarung geschützt. Wenn Sie also unabhängige Berater einstellen, nur mit dem Motiv, dass diese vertrauliche Informationen über ihre früheren Kunden an Sie weitergeben, denken Sie daran, dass diese genauso auch Ihre Informationen weitergeben könnten.

Genauso werden Sie sicher unabhängige Berater finden, die ihre Erfahrung mit früheren Kunden nutzen werden, um die besten Ergebnisse für Ihr Unternehmen zu erzielen. Schließlich ist es die Erfahrung eines Beraters mit anderen Unternehmen, die ihn zu einem Top-Berater macht. Erwarten Sie nur nicht, dass sie spezifische Details über diese Unternehmen erfahren werden. Ein guter Berater wird das niemals tun.


Grund 4: Sie sehen die Berater als Roboter, die 24/7 arbeiten können.

Wenn Sie Vollzeitbeschäftigte einstellen, sind deren Arbeitszeiten festgelegt – in der Regel Montag bis Freitag, von 9 bis 17 Uhr, mit einer Mittagspause. Wenn Sie jedoch unabhängige Berater einstellen, ist es unwahrscheinlich, dass ihre Arbeitserklärung feste Arbeitszeiten enthält (es sei denn, sie rechnen stundenweise ab). Das bedeutet, dass sie vertraglich so viele Stunden arbeiten können, wie eben möglich. Suchen Sie jedoch nach unabhängigen Beratern, nur weil diese länger arbeiten könnten, als Ihre fest angestellten Mitarbeiter, könnte Ihre Strategie irgendwann nach hinten losgehen.

Berater sollten genauso wie Ihre regulären Mitarbeiter behandelt werden, auch wenn es sich um Außenstehende handelt, die an einem zeitlich befristeten Projekt arbeiten. Es stimmt, dass unabhängige Berater dafür bekannt sind, länger zu arbeiten als andere Fachleute. Trotzdem ist hier ein wenig Einfühlungsvermögen nötig.

Alles, worum Sie sich kümmern sollten, sind die Ergebnisse und nicht wie lange der Berater arbeitet. Und Ergebnisse können auch in einer 40-Stunden-Woche erreicht werden. Das Fazit lautet: Es geht nicht um lange Arbeitszeiten, sondern um die Erfahrung, Effizienz und Leidenschaft eines Beraters für seine Arbeit.


Grund 5: Sie vertrauen Ihrem eigenen Team nicht.

Es gibt einen Unterschied zwischen „talking at someone" und „talking to someone". Wenn Sie einen Berater beauftragen, komplett Ihr Team zu übernehmen und anzuführen, wird das nicht gut für das allgemeine Selbstwertgefühl Ihres Teams sein. Es ist nichts Falsches daran, Ihr Team zu coachen und weiterzubilden, aber ein guter Arbeitgeber wird seine Mitarbeiter niemals untergraben, indem er ihnen nicht vertraut. Wenn die Einstellung eines Beraters Ihre Mitarbeiter dazu bringt, ihre Fähigkeiten infrage zu stellen, ist dies keine gute Idee.

Lassen Sie Ihr Team wissen, warum genau Sie einen Berater einstellen. Der Bedarf an temporären Arbeitskräften für ein kurzfristiges Projekt oder die Notwendigkeit einer Expertenmeinung zu einem bestimmten Thema sind gute Gründe für die Einstellung eines Beraters. Die Behauptung, dass Ihre Mitarbeiter zu jung, alt oder unerfahren sind, um die Aufgabe intern zu erledigen, sind dagegen schlechte Gründe. Führen Sie Ihr Team und motivieren Sie es, Entscheidungen selbstbewusst zu treffen, anstatt einen Berater zu beauftragen, der Ihren Mitarbeitern das Gefühl vermittelt, inkompetent zu sein.

Was also ist Ihr Grund?

Nachdem Sie all dies gelesen haben, haben Sie hoffentlich verstanden, was schlechte Gründe für die Einstellung eines Beraters sind. Um sicherzustellen, dass Sie das Beste aus Ihrer Beziehung zu Ihrem Berater herausholen, sollten Sie die oben genannten "falschen" Gründe im Hinterkopf behalten. Ihr Motiv für die Beauftragung eines Beraters wird einen großen Einfluss auf das Endergebnis haben. Die Zeiten haben sich geändert und Berater sind heutzutage über Online-Plattformen für Freiberufler sehr leicht zugänglich. Es ist also nicht mehr schwierig, einen Top-Berater zu finden. Was schwierig ist, ist sich die richtigen Gründe hierfür zu überlegen.