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3 starke Insider-Tipps: Ratschläge für frische Freelance Berater

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Veröffentlicht am:
September 18, 2020
Lesezeit:
10 minutes
Lynn Hunt
Lynns vielfältige Perspektiven auf die Geschäftswelt resultieren aus ihrer umfangreichen Erfahrung als Unternehmensberaterin - ihre Rolle als geliebte Ehefrau, Mutter und Großmutter vertieft ihre Einsichten noch weiter.

Liebe frisch gebackene Freelance Berater,
Sie sind dabei, sich auf die aufregende Reise der unabhängigen Beratung zu begeben. Sie haben Ihr Studium abgeschlossen und verfügen über einige Berufserfahrung - genug, denken Sie, um eine neue Karriere zu starten. Im Folgenden 3 Insider-Tipps, welche bei Ihrem Neustart in der freiberuflichen Beratung hilfreich sein werden und wie eine Beratungsplattform Sie unterstützen kann:

#1: Sie müssen kein Weltexperte sein

Mangelndes Vertrauen ist in den meisten Fällen besser, als zu viel Vertrauen. Trotzdem kann dies, gerade für frische Freelance Berater, problematisch sein. Im Laufe der Jahre werden Sie vielen Organisationen und einer Vielzahl von Problemen begegnen. Wenn Sie klug sind, werden Sie ein Netzwerk von gleichgesinnten Kollegen pflegen und Erfahrungen austauschen. Des Weiteren, sollten Sie lesen, lesen, lesen...

Am Anfang gibt es für neue Freelance Berater noch nicht viel, auf das sie zurückgreifen können. Ich erinnere mich deutlich daran, wie ich als Beraterin im Büro des Geschäftsführers einer Organisation mit 10.000 Mitarbeitern saß und Zweifel hatte, ihm überhaupt etwas bieten zu können. Danach wurde mir jedoch klar, dass der Manager in diesem speziellen Fall mehr einen Resonanzboden, als einen Berater benötigte. Meine Aufgabe war es, zuzuhören, nicht zu reden. Im Nachhinein stellte sich außerdem heraus, dass ich tatsächlich einige Perspektiven teilen konnte, die hilfreich waren!

Fürchten Sie sich als frische Freelance Berater also nie davor, dumm auszusehen. Wenden Sie stattdessen den Rat des Management-Gurus Peter Drucker an: "Meine größte Stärke als Berater ist es, ignorant zu sein und ein paar Fragen zu stellen."

Versuchen Sie, mehr Fragen als Antworten zu haben. Hören Sie sich an, was der Kunde benötigt und möchte. Außerdem empfiehlt es sich, einen Mentor zu finden und diesen um Hilfe und Rat zu bitten. Abonnieren Sie einige gute und hilfreiche Zeitschriften. Sie werden überrascht sein, wie oft Sie deren Lösungen anwenden können.

Ich rate Ihnen also, sich nicht davor zu fürchten, dumm auszusehen. Nehmen Sie den Rat des Management-Gurus Peter Drucker an: "Meine größte Stärke als Berater ist es, ignorant zu sein und ein paar Fragen zu stellen."

Haben Sie viel mehr Fragen als Antworten. Hören Sie sich an, was der Kunde braucht und will. Finden Sie einen Mentor und bitten Sie ihn um Hilfe und Rat. Außerdem sollten Sie die besten Zeitschriften, die Sie sich leisten können, abonnieren - Sie werden überrascht sein, wie oft Sie deren Lösungen anwenden können.

"Meine größte Stärke als Berater ist es, ignorant zu sein und ein paar Fragen zu stellen." - Peter Drucker

#2: Vorsicht Scope Creep

Es spielt keine Rolle, welche Art von Vertrag Sie abschließen. Genauso spielt es auch keine Rolle, wie erfahren Sie sind. Das Risiko eines sogenannten “Scope Creeps” ist für alle gleich. Der Begriff meint das Hinzufügen von Merkmalen oder Funktionen zu einem neuen Produkt. Dies beinhaltet auch das Hinzufügen von Anforderungen und Arbeiten, die nicht im ursprünglichen Projektumfang vereinbart wurden. Die Folge ist, dass Geld verschwendet, Gewinn untergraben und die Zufriedenheit aller Beteiligten beeinträchtigt wird.

Das bedeutet nicht, dass es keine Änderungen bei den Projekten geben sollte. Diese müssen jedoch autorisiert und in den Budgets und Zeitvorgaben berücksichtigt werden.

Einige Gründe für Scope Creep sind leider von uns selbst zu verantworten:

  • Die Anforderungen wurden nicht klar definiert. Manchmal existiert nicht einmal ein detailliertes Spezifikationsdokument.
  • Zu viele Menschen haben direkten Zugang zu Ihnen oder Ihrem Team, und es werden kleine Änderungen vorgenommen, um ihren Wünschen gerecht zu werden.
  • Der Kunde versucht, zusätzliche Leistungen zu erhalten, ohne dafür bezahlen zu müssen.

Diese Gründe für einen Scope Creep können kontrolliert und vermieden werden.

Es gibt jedoch zwei Gründe, die eine emotionale Qualität haben und heimtückischer sind.

Erstens: Der Kunde bittet Sie um einen Vorteil oder einen Rat außerhalb des Vertrags, an dem Sie gerade arbeiten, oder ruft Sie sogar Monate später noch an, um um Rat zu bitten. Für Sie als Freelance Berater scheint es unhöflich zu sein, abzulehnen. Sie haben einen fairen Betrag verdient, denken vielleicht an mögliche zukünftige Projekte und wollen den Kunden bei Laune halten. Die Fähigkeit “Nein” zu sagen ist an dieser Stelle essentiell.

Zweitens, zu wissen wann gut genug gut, genug ist. Viele verpassen es, eine Grenze zu ziehen zwischen der Lieferung dessen, was vertraglich vereinbart wurde und dem Hinzufügen von viel mehr.

Natürlich möchte jeder dem Kunden das bestmögliche Produkt liefern. Ein Rat an neue freiberufliche Berater jedoch: Achten Sie darauf, klar und wiederholt mit Ihrem Kunden zu sprechen und stellen Sie sicher, dass die vereinbarten Elemente schriftlich festgehalten werden.

Genauso ist es auch wichtig, sich vor sich selbst zu schützen. Wenn Sie auf eigene Faust arbeiten, suchen Sie sich eine neutrale dritte Partei oder einen erfahreneren Berater, der Sie auf dem Laufenden hält. Hier kann die Registrierung auf einer freiberuflichen Beratungsplattform sehr hilfreich sein. Sie sind unabhängig, aber nicht ganz auf sich alleine gestellt. Einige, darunter auch Consultport, überwachen sogar Ihre freiberuflichen Verträge und bieten einen Überblick über die Qualitätssicherung.

#3: Wissen, wie die Zahlungen funktionieren

In der Theorie sollte dies einfach sein. Sie haben geliefert, was vereinbart war, also erwarten Sie, dass Sie bezahlt werden. Leider ist die Bezahlung für Berater und insbesondere Freelance Berater ein besonders riskanter Teil des Jobs.

Freelance Berater, 3 starke Insider-Tipps: Ratschläge für frische Freelance Berater
  • Haben Sie beispielsweise Bedingungen mit Ihrem Kunden vereinbart, aber ohne einen formellen Auftrag abzuschließen, wird die Buchhaltung dies nicht zahlen.
  • Ein weiteres Problem ist, wenn Sie es versäumen, Zwischen-Meilensteine anzugeben. In diesem Fall wird es schwierig, im weiteren Verlauf Rechnungen einzureichen.
  • Auch Probleme innerhalb der Kundenorganisation können Grund für Zahlungsverzögerungen sein. Möglicherweise befinden sich Ihre Rechnungen zum Beispiel ganz unten im Warenkorb Ihres Kunden und wurde noch nicht abgezeichnet. Vielleicht hat das Unternehmen Liquiditätsprobleme. Oder Sie befinden sich in der unglücklichen Lage, mit Inkompetenz und chaotischen Systemen umgehen zu müssen - Nicht zuletzt deshalb werden Sie schließlich oft zu Hilfe gerufen.

Was also können Sie, als Freelance Berater, tun, um Probleme im Zusammenhang mit Ihrer Bezahlung zu vermeiden?

  • Zuerst ist es wichtig, dass Sie sich über die Zahlungskriterien im Klaren sind. Wann ist das Projekt abgeschlossen? Pro Meilenstein, pro Monat? Warten Sie nicht darauf, dass der Kunde Meilensteine und Bedingungen vorschlägt. Tun Sie es! Und zwar schriftlich und für jedes Projekt.
  • Machen Sie es sich außerdem zur Aufgabe, sich über die Zahlungssysteme des Kunden zu informieren. Erkundigen Sie sich nach dem Prozess von der Einreichung der Rechnung, bis zur endgültigen Zahlung. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Anforderungen erfüllen.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, sich mit Menschen in der Zahlungspipeline anzufreunden. Diese Beziehungen könnten sich als hilfreich entpuppen.
  • Des Weiteren sollten Freelance Berater lernen, “Nein” zu sagen. Beginnen Sie nicht ohne eine formelle Auftrags-Bestellung. Wenn Sie merken, nicht bezahlt zu werden, beenden Sie Ihre Arbeit sofort. Natürlich kann dies die Kundenbeziehungen verletzen und oft sind auch diese natürlich nur den internen Systemen ausgeliefert. Trotzdem sind Sie kein Freiwilliger und auch Sie müssen Rechnungen bezahlen!
  • Nutzen Sie die Macht freiberuflicher Beratungsplattformen, insbesondere wenn diese über Treuhandsysteme verfügen. Sie werden in Ihrem Namen handeln, wenn Sie Probleme mit einem Kunden haben.

#4: (Ich weiß, geplant waren drei Tipps, aber dieser ist ein Bonus) - Registrieren Sie sich auf einer Beratungsplattform

Die Vorteile einer Beratungsplattform sind erstaunlich und wenn möglich, sollten Sie diese unbedingt nutzen.

Mit einer Plattform sind Sie nicht alleine, und der Ruf der freiberuflichen Beratungsplattform steht hinter Ihnen. Diese übernehmen das Marketing für Sie und finden Projekte, die Ihren Fähigkeiten entsprechen. Sie werben für das Feedback Ihrer Kunden und helfen Ihnen, Ihre Bekanntheit und Ihr Portfolio auszubauen. Beratunsplattformen wie Consultport kümmern sich sogar um die Verwaltung, einschließlich der Einrichtung von Freiberuflerverträgen und der Rechnungsstellung.

Das ist sicherlich eine wertvolle Ressource.

Abschließend wünsche ich Ihnen alles Gute auf Ihrer Reise als Freelance Berater. Lernen Sie weiter und gehen Sie großzügig mit Ihrem Wissen um. Bauen Sie Beziehungen und Vertrauen auf. Ich hoffe, dass meine einfachen Tipps hilfreich sind: Sie müssen kein Weltexperte sein, hüten Sie sich vor Scope Creeps und achten Sie auf Ihre faire Bezahlung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre, schon etwas ältere, Berater-Freundin.

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