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Gender Imbalance: Wie erreichen wir mehr Frauen in der Beratung?

Veröffentlicht am:
Mai 6, 2022
Lesezeit:
9 minutes
Gizela
Gizela beschäftigt sich seit fast zwei Jahrzehnten mit der digitalen Welt und wartet sehnlichst auf den Tag geklont zu werden, um endlich alle Punkte ihrer täglichen To-Do-Liste erledigen zu können.

Frauen haben schon vieles erreicht, seit sie zum ersten Mal für ihr Wahlrecht und ein Leben jenseits von Küche und Entbindungsstation gekämpft haben. Nach der #metoo-Bewegung vor einigen Jahren, wurden die Themen Gleichberechtigung und Geschlechterungleichgewicht am Arbeitsplatz erneut in die Öffentlichkeit gerückt. Es schien, als hätte sich das Blatt endlich gewendet und Arbeitsteams würden in Zukunft vielfältiger werden, bei gleicher Bezahlung und Behandlung für alle. Leider hat es jedoch den Anschein, als ob dies noch nicht ganz der Fall ist. Wir haben, obwohl wir schon sehr weit gekommen sind, noch einen langen Weg vor uns. Und die Beratungsbranche ist hierbei keine Ausnahme. Immer noch gibt es nur wenige Frauen in der Beratung.

Was Statistiken sagen

Die neuesten Studien aus den Jahren 2021/2022 zeigen, dass Frauen im Berufsleben immer noch in die Einstiegspositionen eines Unternehmens verbannt werden und nur wenige in Führungsetagen aufsteigen. Außerdem bleiben Frauen oft in der Position, auf die sie ursprünglich eingestellt wurden, "stecken". Auf 100 Männer, die befördert werden, folgt nur eine Frau! Wir mögen zwar in einer Welt leben, in der Teams vielfältiger werden, die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern besteht jedoch weiter, auch in der Beratungsbranche. Jüngste Studien haben gezeigt, dass die Beratungsbranche immer noch eine von Männern dominierte Welt ist. Die Zahl der Männer in der Branche liegt mit 8:1 immer noch weit über den Frauen in der Beratung.

"Die Gleichstellung der Geschlechter erfordert das Engagement von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen. Es liegt in der Verantwortung aller." - Ban Ki-Moon

Auswirkungen der Geschlechterungleichheit auf Frauen

Diese Art von Ungleichheit am Arbeitsplatz hat große Auswirkungen auf Frauen. Das Problem ist zwar im beruflichen Bereich angesiedelt, auch für das persönliche Leben der Frauen gibt es jedoch Konsequenzen. Es hat sich herausgestellt, dass dies lang anhaltende psychologische Folgen haben kann. Die Tatsache, dass Frauen Gewalt, Diskriminierung, Objektivierung und sozioökonomischer Ungleichheit verstärkt ausgesetzt sind, führt dazu, dass sie vermehrt unter Depressionen, geringem Selbstwertgefühl, Angstzuständen und sogar PTBS leiden! Manche nehmen diese Ergebnisse als Beweis dafür, dass Frauen irgendwie schwächer sind. Dies könnte jedoch nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Im Gegenteil: Frauen sind wenn überhaupt eher stärker. Von Geburt an sind sie größeren Herausforderungen als Männer ausgesetzt. Immer noch müssen Sie Multitasking betreiben: Karriere, Haushalt, Kinder, Ehe usw. ALLES unter viel größerem Druck als Männer und in JEDEM Bereich ihres Lebens. Die folgenden Statistiken zeigen dies sehr deutlich:

  • 25 % der Frauen, im Vergleich zu nur 15 % der Männer, schämen sich für Ihren Körper.
  • 51 % der Bevölkerung sind offen der Meinung, dass eine Mutter zu Hause bei Ihren Kindern bleiben sollte.
  • Diese Zahl zeigt sich deutlich in den, im Vergleich zu Müttern, nur 17 % Vätern, die zuhause bei den Kindern bleiben
  • Frauen verdienen (im Durchschnitt) 51 % weniger als Männer.

Es scheint, als ob Adam, seit Anbeginn der Zeiten, mehr Glück hatte als Eva und obwohl sich vieles zum Guten geändert hat, hat sich noch immer nicht genug geändert.

Warum gibt es diese Art von Ungleichheit zwischen Männern und Frauen immer noch?

Dass ein Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern besteht, egal ob Sie Hausfrau sind oder in einem Beratungsunternehmen arbeiten, liegt auf der Hand. Warum jedoch ist dies immer noch ein so großes Problem?

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Die Unternehmenspolitik ist archaisch

Wussten Sie, dass nur 6 Länder der Welt ihre internen Richtlinien geändert haben, um aktiv die Gleichberechtigung am Arbeitsplatz zu berücksichtigen? Das bedeutet, dass in den meisten Ländern, auch wenn diese sich für mehr Vielfalt am Arbeitsplatz rühmen, immer noch Probleme existieren, wie z. B., dass Männer bei Beförderungen bevorzugt oder Frauen sexuell belästigt werden. Studien von Firmen wie McKinsey zeigen, dass Frauen es in der Beratung besonders schwer haben. Tatsächlich ist die Beraterbranche eine der Branchen, die, wenn es um Ungleichheit und Benachteiligung von Frauen geht, eine besonders große Schuld trägt. Ironischerweise gelten sowohl McKinsey als auch die Boston Consulting Group als "Old Boys Club" in der Beraterbranche.

Job-Monopol

Aufgrund bestimmter archaischer Überzeugungen werden Frauen für bestimmte Positionen einfach nicht berücksichtigt. Dies ist eines der größten Probleme, mit denen Frauen in der Beratung konfrontiert sind. Sehen Sie sich beispielsweise die Karriereleiter innerhalb eines Beratungsunternehmens an, werden Sie feststellen, dass der Anteil der Frauen immer geringer wird, je höher Sie kommen. Ist man erst einmal im Vorstand angekommen, zeigt die Statistik, dass nur magere 14 % der Sitze mit Frauen besetzt sind.

Versagen der Rechtssysteme

Über 1 Milliarde Frauen werden von Ihrem jeweiligen Rechtssystem nicht gehört. Das reicht von Fällen häuslicher Gewalt, über Vergewaltigung, bis hin zu ungerechtfertigten Entlassungen usw. Es scheint als ob Frauen, die in Ihrem Fall einem Mann gegenüber stehen müssen, meist von vornherein das Nachsehen haben.

Archaische Mentalitäten

Es ist schwierig, bestimmte Überzeugungen und Mentalitäten zu überwinden, die der Gesellschaft seit Jahrzehnten eingeimpft wurden. Es ist dabei interessant zu sehen, dass viele Männer, die sich selbst als ziemlich liberal bezeichnen würden, in Bezug auf Frauen, in sehr konservativen Denkweisen stecken bleiben. Diese Denkweisen sind teilweise so fest in der Gesellschaft verankert, dass wir uns selbst nicht einmal bewusst sind, dass wir solche toxischen Vorstellungen in uns tragen. Genau solche Denkweisen sind auch der Grund, weshalb die Zahl der Frauen in der Beratung so niedrig sind. 14 % der weiblichen Berater geben an, dass sie, schon nach ein paar Monaten in einem Unternehmen, kündigen wollen. Dies ist eine schockierende Zahl, wenn man sie mit den 4 % aufseiten der Männer vergleicht.

Wie können wir den derzeitigen Status quo ändern?

Es ist klar, dass nicht die fehlende Vielfalt am Arbeitsplatz das Hauptproblem darstellt. Die Ungleichheit der Geschlechter ist viel tiefer in der Gesellschaft und in unserer Arbeitskultur verwurzelt. Das ist in der Tat ein sehr trauriger Zustand, vor allem weil Studien beweisen, dass Frauen in Führungspositionen in Unternehmen, oft mehr leisten als ihre männlichen Kollegen.

So sind sie beispielsweise in vielen Fällen in der Lage, hohe Fluktuationsraten zu verbessern, da sie das Wohlbefinden der Mitarbeiter deutlich stärker fördern als Männer in denselben Rollen es tun. Wie also können wir mehr Frauen in der Beratung erreichen und ihnen eine faire Behandlung zukommen zu lassen?

Flexibilität anbieten

Es hat sich gezeigt, dass Frauen sich nicht mit einem Stempeluhr-System zufriedengeben. Vor allem, wenn sie tausend Bälle auf einmal jonglieren sollen. Ist es möglich, sich an Fristen zu halten UND den kleinen Luis zum Basketball zu bringen? Theoretisch auf jeden Fall! Nicht möglich ist es jedoch, wenn ein Chef darauf besteht, dass Frauen beides gleichzeitig tun, zum Beispiel zwischen 13:00 und 14:00 Uhr. Es ist wichtig, Frauen Flexibilität zu bieten und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Zeit selbst einzuteilen. Auf diese Weise werden sie fähig sein, viel mehr zu erreichen.

Gleiche Bedingungen für alle

Es darf keine Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern mehr geben. Das Gehalt sollte sich an einer bestimmten Position/Rolle orientieren und nie präferiert einem bestimmten Geschlecht vorbehalten sein.

Der Blick in den Spiegel

Um es mit den weisen Worten von Michael Jackson zu sagen: "Sieh dich selbst an und ändere dich". Wir haben uns bereits mit der Tatsache beschäftigt, dass viele von uns gar nicht wissen, dass sie überhaupt Vorurteile in sich tragen. Hier kommen Selbstreflexion und Selbstverbesserung ins Spiel. Am Ende ist es nötig, die Welt von innen heraus zu verändern.

Hier bei Consultport schätzen wir Fähigkeiten und Talente - unabhängig vom Geschlecht. Da Gleichberechtigung einer unserer Grundwerte ist, arbeiten wir nur mit Personen zusammen, die diese Werte teilen. Wir haben nicht nur geprüfte Kunden mit attraktiven Tarifen, sondern auch Kunden, die fair einstellen und fördern. Hinzu kommt unsere kontinuierliche Unterstützung. Bei uns sind Sie von Menschen umgeben, die Ihnen den Rücken stärken!

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