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Kann ein MBA dabei helfen, einen Berater-Job zu bekommen?

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Veröffentlicht am:
Januar 11, 2022
Lesezeit:
9 minutes
Leo
Erfahrener Copywriter, welcher viel Geld für Restaurants ausgibt, nur um es danach zu bereuen.

Denken Sie darüber nach, einen MBA zu absolvieren, um Recruiter führender Beratungsunternehmen zu beeindrucken?

Sie sind sicher nicht der Einzige, der sich diese Frage im Laufe seiner Ausbildung oder Karriere stellt und viele Berater sind, in der Hoffnung auf höhere Erfolgschancen, bereit diesen extra Schritt zu gehen. Wie sehr jedoch lohnt sich ein MBA? Erhöht er wirklich die Chancen auf einen Job als Berater in einem Top-Unternehmen? Dieser Artikel wird einige Antworten bereitstellen.

DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK

  • Ein MBA-Abschluss vermittelt Ihnen wichtige Theorien und Frameworks, welche Berater auf täglicher Basis anwenden. Aus diesem Grund sind Bewerber mit MBA-Abschluss leichter in einen neuen Berater-Job einzuarbeiten und werden als Folge von Recruitern oft bevorzugt.
  • Absolvieren Sie einen MBA an einer Top-Business School, haben Sie die Möglichkeit, mit Top-Beratern in Kontakt zu treten.
  • Ein MBA-Abschluss wird Ihnen zu einem höheren Gehalt verhelfen. Das Durchschnittsgehalt eines MBA-Absolventen, bei einem der drei großen Beratungsunternehmen, liegt bei 165.000 EUR pro Jahr.
  • Ein MBA wird Ihnen keine Hilfe sein, wenn Ihnen die nötige Motivation, Berater zu werden, fehlt. Auf diese nämlich wird bei einem Vorstellungsgespräch besonders geachtet. Ein MBA reicht also nicht immer aus, Sie sollten sich auch gute Gründe für Ihre besondere Motivation überlegen.
  • Das Ziel eines MBA ist nicht, Sie speziell auf ein Eignungsgespräch oder ein Case-Interview vorzubereiten. Hierfür sollten Sie externe Kurse besuchen.
  • Ein MBA einer durchschnittlichen Universität oder Hochschule wird Ihnen nichts nützen. Um einen MBA, zum Erlangen Ihres Traumjobs nutzen zu können, sollten Sie an einer der Top-Business Schools studieren.

Wie ein MBA Ihnen zu einem Berater-Job verhelfen kann

Bewerber streben einen MBA aus den unterschiedlichsten Gründen an: Einige möchten sich wirklich weiterbilden, andere möchten nochmals in das Studentenleben hineinschnuppern, Dritte setzen sich das Ziel ihr Familienunternehmen danach besser führen zu können und dann gibt es jene Kandidaten, welche tatsächlich eine Karriere als Unternehmensberater anstreben.

Gehören Sie zu jenen, die sich einen Vorsprung bei der Personalauswahl verschaffen und in der Unternehmensberatung erfolgreich sein möchten, werden Sie im Folgenden erfahren, wie Sie dies erreichen können.

1. Ein MBA wird Ihnen, bei einem Vorstellungsgespräch, durch die Vorselektion helfen

Ein MBA wird Sie von Anfang an, auf eine erfolgreiche Karriere in der Unternehmensberatung, vorbereiten. Während Ihres MBA-Studiums lernen Sie verschiedene Beratungskonzepte und -Modelle kennen, welche Berater in der Praxis anwenden. Sie werden mit branchenbezogenen Themen wie der Blue-Ocean-Strategie, North-Star-Metrik, dem ADKAR-Modell für Change Management usw. vertraut gemacht, was die Arbeit von Recruitern erheblich erleichtert. Diese wissen, dass ein MBA-Absolvent leichter auszubilden ist, als jemand, der keine Ahnung von Beratungskonzepten hat.

2. Sie bekommen die Möglichkeit, sich mit echten Beratern zu vernetzen

Beratungsfirmen finanzieren oft MBA-Programme ihrer Mitarbeiter. So gehören beispielsweise hochkarätige Beratungsunternehmen wie McKinsey und BCG zu den größten Sponsoren der London Business School. Sollte es Ihnen also gelingen, einen Platz an einer renommierten Business School zu erlangen, ist es wahrscheinlich, dass einige Ihrer Kommilitonen durch Ihre Arbeitgeber unterstützt werden. Dies ist der perfekte Ort, um Networking zu betreiben und sich damit eventuell einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen. Und selbst wenn dies nicht in einer Empfehlung an BCG oder McKinsey endet, so werden Sie doch viel von ihren Mitstudenten lernen. Sie können beispielsweise, im Austausch für einen Kaffee, um Tipps für Vorstellungsgespräche oder Möglichkeiten, wie sie Ihren Lebenslauf verbessern, bitten.

3. Mit einem MBA in Ihrem Lebenslauf erhalten Sie ein höheres Gehalt

Das Grundgehalt für Bewerber mit einem Bachelor-Abschluss liegt bei den großen drei Beratungsunternehmen zwischen 90.000 und 100.000 €. Bei Bewerbern mit MBA-Abschluss dagegen liegt das Grundgehalt bei 165.000 € und der Einstiegsbonus bei 30.000 €. Hierbei wird deutlich, wie sehr sich die Zeit und das Geld, das Sie für einen MBA investieren, am Ende lohnen wird.

Wie ein MBA NICHT hilft, einen Berater-Job zu bekommen

Im Folgenden wird erörtert, in welchen Szenarien ein MBA Ihnen nicht für einen Berater-Job von Nutzen sein wird. Bei der Einschreibung in einen MBA-Kurs, müssen Sie nämlich nicht nur die Gebühren an das Lehrinstitut zahlen, sondern auch Opportunitätskosten beachten.

Diese meinen den Verlust anderer Alternativen, wenn eine bestimmte Alternative gewählt wird. Wenn Sie sich also für ein MBA-Studium entschieden haben, in der Hoffnung, eine Karriere in der Unternehmensberatung einzuschlagen, werden Sie wahrscheinlich Ihren Vollzeitjob, Ihr Start-up oder Ihre Nebenbeschäftigungen aufgeben müssen. Dies kann dazu führen, dass Sie andere Chancen verpassen.

Berater-Job, Kann ein MBA dabei helfen, einen Berater-Job zu bekommen?

Im folgenden Fälle, in denen ein MBA Ihnen von wenig Nutzen sein wird:

1. Ein MBA hilft Ihnen nicht, wenn die richtige Motivation fehlt

Selbst wenn Sie Ihren Abschluss mit Auszeichnung machen, einen hohen Notendurchschnitt haben und Empfehlungen von Top-Professoren vorweisen können, ohne die richtige Motivation, werden Sie den Einstieg in die Unternehmensberatung nicht schaffen. Im Vorstellungsgespräch für einen Berater-Job wird der Personalverantwortliche, in Bezug auf Ihre Eignung als Berater, wissen wollen, warum genau Sie Berater werden möchten. Antworten wie „Ich erwarte mir ein hohes Gehalt" oder „Ich möchte von Experten lernen, um später mein eigenes Beratungsunternehmen zu gründen", werden bei den Interviewern nicht sehr gut ankommen.

Die richtige Motivation, Berater zu werden, besteht aus echter Leidenschaft für die Lösung von Problemen, dem Wunsch, Teil eines hoch-kompetenten Teams zu werden und das Ziel, von den Besten zu lernen. Vorausgesetzt, Sie verfügen über diese Motivationsaspekte und besitzen zudem die nötigen Berater-Skills, ist ein MBA nicht unbedingt notwendig.

2. Ein MBA wird Ihnen bei einem Case-Interview nicht helfen können

Bei einem Consulting Case Interview werden Sie aufgefordert, live vor einem Interviewer Probleme zu lösen. Bei diesen Fallstudien handelt es sich in der Regel um reale Projekte der Vergangenheit. Das Ziel des Gesprächs ist es, sicherzustellen, dass Sie praktische Lösungen für reale Probleme anbieten können und den Kunden tatsächlich einen Mehrwert bieten. MBA-Programme werden Sie nicht speziell auf Fallstudien-Interviews vorbereiten. Hierfür sollten Sie sich extern um Hilfe kümmern .

3. Ein MBA eines mittelmäßigen Instituts ist bei Top-Beratungsunternehmen nicht gewünscht

„Wird mir ein MBA, beim Einstieg in die Beratungsbranche, von Nutzen sein?" Dies ist eine unvollständige Frage. Die vollständige Frage sollte in zwei Teile aufgeteilt werden:

  1. „Kann ein MBA einer durchschnittlichen Universität bei einem Einstieg in die Beratung helfen?" Die Antwort darauf lautet sehr wahrscheinlich: Nein.
  2. „Kann mir ein MBA einer renommierten Business School, bei einem Einstieg in die Beratung helfen?" Die Antwort auf diese Frage lautet: Vielleicht.

Bevor Sie zwei Jahre und eine Menge Geld in eine mittelmäßige Institution investieren, sollten Sie wissen, dass dies nicht ausreichend ist. Bei Qualität werden große Beratungsunternehmen auf keinerlei Kompromisse eingehen. In diesem Fall ist es deshalb besser, eine Ausbildung in der Unternehmensberatung zu absolvieren und praktische Erfahrungen zu sammeln, anstatt Zeit in einem Studium zu verschwenden, welches einem nicht wirklich weiterhelfen wird.

Eine Alternative zum MBA-Studium

Der Karriereweg zu einem gut bezahlten Berater-Job kann sich als schwierig gestalten. Das Auswahlverfahren ist sehr hart und die Konkurrenz ist groß. Aus diesem Grund sollten Sie alles Mögliche tun, um Ihre Chancen, auf einen Platz in einem hochrangigen Beratungsunternehmen, zu verbessern.

Eine Möglichkeit, welche gerade ausführlich erörtert wurde, ist die Absolvierung eines MBA, an einer renommierten Business School. Um Branchenwissen zu erlangen oder effizient Networking zu betreiben, ist dies jedoch nicht immer nötig und nicht die einzige Option.

Auch durch eine Teilnahme an Veranstaltungen oder durch Online-Methoden wie Social Media Marketing, sind sie in der Lage Fachleute der Branche zu treffen und Branchenwissen kann auch mithilfe kürzerer Online-Kurse erworben werden. Ein Beispiel sind die Kurse der Consultport Academy. Diese erlauben Ihnen, kostengünstig und zeiteffizient, sowohl für Eignungsgespräche, als auch für Case Interviews fit zu werden. Die Consultport Academy wird von Fachleuten geleitet, die mit hochrangigen Beratungsunternehmen zusammengearbeitet haben und die Kurse sind dementsprechend gestaltet.

Abschließend noch einmal: Besteht Ihr einziger Grund für einen MBA darin, Ihre Chancen auf einen Berater-Job bei einem erstklassigen Beratungsunternehmen zu erhöhen, sollten Sie sich nur für eine Universität entscheiden, welche bei diesen Unternehmen anerkannt wird. Ansonsten verschwenden Sie möglicherweise nur Zeit und Geld.

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