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5 Schlüssel, um als Digitalexperte erfolgreiche Initiativen voranzutreiben

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Veröffentlicht am:
Mai 24, 2022
Lesezeit:
11 minutes
Lynn
Lynns umfangreiche Erfahrung als Unternehmensberaterin ermöglicht ihr vielfältige Perspektiven auf die Geschäftswelt. Ihre Rolle als Mutter, Ehefrau und Großmutter vertiefen ihre Einsichten weiter.

Jeder, der schon längere Zeit beratend tätig ist, wird wissen, dass es eine Sache ist, Änderungen zu empfehlen. Sie umzusetzen, ist dann weitaus komplizierter. Das gilt sowohl für traditionelle Berater, die für eine große Firma arbeiten, als auch für Freiberufler, die von einer digitalen Expertenplattform aus arbeiten.

Die Erfolgsstatistiken für Veränderungsinitiativen sind nicht ermutigend. Untersuchungen zeigen, dass weniger als ein Drittel der Transformationsbemühungen die Leistung der Unternehmen verbessern und nachhaltig Gewinne sichern. Die Erfolgsquote der digitalen Transformation scheint mit etwa 16 % sogar noch niedriger zu sein und das selbst in Technologieunternehmen.

Die COVID-19-Krise hat in den meisten Unternehmen auf der ganzen Welt deren technologische Leistungsfähigkeit in den Vordergrund gerückt. Unternehmen waren wahrscheinlich noch nie zuvor so offen für die digitale Transformation wie heute.

Dessen ungeachtet gibt es leider keine Abkürzung, um erfolgreiche Veränderungsinitiativen voranzutreiben. Die schlechte Nachricht selbst für Top-Digitalexperten ist, dass ihr Fachwissen möglicherweise nicht ausreicht. Die Wahrheit ist, dass der Erfolg ihrer Projekte zu einem großen Teil von dem abhängt, was innerhalb des Kundenunternehmens geschieht. Unternehmen müssen spezifische Schritte unternehmen, um die Umsetzung der, vom Digitalexperte angebotenen Lösungen, sicherzustellen.

Forschungen zeigen, dass zu den kritischen Faktoren, die innerhalb von Organisationen erforderlich sind, folgende gehören:

  • Anstellung der richtigen Leute mit den richtigen Fähigkeiten.
  • Umsetzung von Schnelligkeit und Agilität.
  • Befähigung der Mitarbeiter, auf neue Weise zu arbeiten.
  • Wandlung der Mentalität auf Führungsebene.

Gute digitale Berater werden mit ihren Kunden Strategien für das Veränderungsmanagement entwickeln, um sicherzustellen, dass diese Faktoren vorhanden sind.

1. Anstellung der richtigen Leute mit den richtigen Fähigkeiten

Investitionen in Talente, insbesondere an der Spitze der Organisation, sind eine Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale Transformation. Es ist von entscheidender Bedeutung, technisch versierte Mitarbeiter in Führungspositionen und auch in spezifischen Projektrollen zu haben. Einige Unternehmen ernennen einen Chief Digital Officer (CDO) oder einen Chief Analytics Officer (CAO). Diese Person widmet sich den Veränderungsbemühungen dann auf Vollzeitbasis. Ein Forschungsergebnis zeigt, dass Unternehmen, die einen solchen Experten ernennen, eine 1,6-mal höhere Wahrscheinlichkeit haben, digitale Veränderungen erfolgreich umzusetzen.

Sie fragen sich vielleicht, was Sie als externer Berater in dieser Hinsicht tun können? Zunächst einmal ist es wichtig, dass man sich über die Bedeutung des Projekts und dessen Erfolg bewusst ist.

Besonders Führungskräfte müssen ein Engagement für das Projekt zeigen. Das bedeutet, dass sie die Prioritäten und Ziele für die Veränderungen festlegen und mit messbaren Geschäftsergebnissen verknüpfen müssen. Außerdem dürfen sie sich nicht ablenken lassen – das digitale Projekt muss für die Führungskräfte des Unternehmens oberste Priorität haben. Das bedeutet natürlich auch, dass dafür ausreichend Budget, Zeit und Ressourcen bereitgestellt werden müssen.

Letztlich werden die Fähigkeiten und das Engagement des Kundenunternehmens darüber entscheiden, wie gut Sie Ihre Ideen umsetzen können, ganz gleich, wie gut Sie als Digitalexperte sind.

„Wirtschaftsführer sagen, dass sie in 10 Tagen das erreicht haben, wofür sie früher 10 Monate gebraucht haben. Die Krise hat jedes Unternehmen zu einem massiven Experiment gezwungen, wie man flinker, flexibler und schneller sein kann." - Kate Smaje, Senior-Partnerin, McKinsey Digital

2. Umsetzung von Schnelligkeit und Agilität

Bis vor relativ kurzer Zeit bekundeten Führungskräfte, dass Kosteneinsparungen ihr oberstes Gebot bei der Einführung der Digitalisierung seien. Das hat sich nun geändert. Heute ist die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen die treibende Kraft. Mit dieser verbunden ist die Geschwindigkeit. Ein erfolgreiches Digitalisierungsprojekt spiegelt sich darin wider, dass sich das Unternehmen schnell an neue Technologien anpasst und auf die aus Daten und Analysen gewonnenen Erkenntnisse reagiert.

Die COVID-19-Krise hat zur Einführung von Technologien in einem Tempo und einer Geschwindigkeit geführt, die zuvor für unmöglich gehalten wurden. Haupttreiber waren Systeme für Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, und die veränderten Anforderungen und Erwartungen der Kunden.

Einige andere bedeutende Veränderungen umfassten eine verstärkte Migration zu Cloud-basierten Systemen, höhere Ausgaben für Datensicherheit, fortschrittliche Technologien für die Entscheidungsfindung und eine Zunahme der Outsourcing-Praktiken. Gleichzeitig wurden Automatisierung, künstliche Intelligenz und hoch entwickelte Analyseverfahren innerhalb der Betriebsabläufe und Lieferkettenprozesse angewandt.

Studien von McKinsey verdeutlichen die Geschwindigkeit, mit der einige dieser Veränderungen auftraten, im Vergleich zu dem, was geschehen wäre, wenn das Anpassungstempo von vor der Krise beibehalten worden wäre:

  • Remotes Arbeiten und/oder Zusammenarbeit: 10,5 Tage gegenüber den erwarteten 454 Tagen. Dies ist ein Beschleunigungsfaktor von 43.
  • Fortgeschrittene Technologien in der geschäftlichen Entscheidungsfindung: Ungefähr 26 Tage gegenüber erwarteten 600+ Tagen – ein Beschleunigungsfaktor von 25.
  • Die Migration in eine Cloud dauerte etwa 23 Tage und die Einführung von Outsourcing-Praktiken etwa 27 Tage – alles entgegen den Erwartungen aus der Vorkrisenzeit von mehr als 500 Tagen.

Laut Kate Smaje, Senior Partner und globaler Co-Leiter von McKinsey Digital, „sagen Führungskräfte aus der Wirtschaft, dass sie in 10 Tagen erreicht haben, wofür sie früher 10 Monate gebraucht haben. Die Krise hat jedes Unternehmen zu einem massiven Experiment gezwungen, wie man flinker, flexibler und schneller sein kann."

Eine der größten Lehren, die Organisationen aus dieser Pandemie ziehen können, muss sicherlich sein, wie überlebenswichtig Technologie für das Überleben von Unternehmen ist. Eine zweite Erkenntnis ist, dass die Geschwindigkeit der Implementierung entscheidend ist. Die während des Lockdowns ergriffenen Maßnahmen haben Unternehmen gezeigt, was möglich ist. Folglich ist es unwahrscheinlich, dass sie zu früheren mühsamen Ansätzen zurückkehren werden.

Die Herausforderung für Digitalexperten wird jetzt darin bestehen, diese Dynamik und Dringlichkeit beizubehalten. Sie müssen Schnelligkeit und Flexibilität demonstrieren. Außerdem gilt es, agile Arbeitspraktiken einzuführen, die Unternehmen helfen, ihre Prioritäten häufiger als bisher zu überdenken und neu zu ordnen.

3. Befähigung der Mitarbeiter, auf neue Weise zu arbeiten

Empowerment der Menschen ist so etwas wie ein Klischee geworden. Es ist jedoch eine Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale Transformation. Ein typischer Fehler, der von Digitalexperten gemacht wird, ist die Einführung einer digitalen Veränderung, ohne sicherzustellen, dass die Menschen verstehen, was sich in ihrer Arbeitsweise ändern wird.

Digitalexperte, 5 Schlüssel, um als Digitalexperte erfolgreiche Initiativen voranzutreiben

Das Projektdesign sollte sicherstellen, dass Menschen auf allen Ebenen innerhalb der Organisation klare Rollen und Verantwortlichkeiten für Transformationsinitiativen erhalten und zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichzeitig wird von Teams und größeren Einheiten geteilte Verantwortung und Rechenschaftspflicht verlangt.

Eine Vielzahl von Mechanismen kann von Digitalexperten eingeführt werden, um neue Arbeitsweisen zu unterstützen. Dazu können offene Arbeitsumgebungen oder funktionsübergreifende Teams mit durchgehender Rechenschaftspflicht gehören. Mitarbeiter auf allen Ebenen sollten ermutigt werden, ihre Ideen als Teil des Transformationsprozesses auszudrücken und auszuprobieren, Prototypen zu testen und über traditionelle Barrieren hinweg zusammenzuarbeiten.

Top-Digitalexperten werden sich dieser Notwendigkeit bewusst sein. Folglich werden sie Menschen dazu anregen, auf neue Art und Weise zu arbeiten und Change-Management-Interventionen so zu gestalten, dass diese dies erleichtern.

Digitalisierung alltäglicher Prozesse

Dieser Erfolgsfaktor ist ähnlich wie der vorherige. Ein bedeutender digitaler Wandel muss durch Veränderungen in der täglichen Geschäftsabwicklung unterstützt werden. Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen und -abläufen erhöht die Chance auf einen Transformationserfolg in einem anderen Unternehmensbereich.

Die Digitalisierung könnte umfassen:

  • Werkzeuge, um die Analyse komplexer Informationen zu erleichtern oder Informationen leichter zugänglich zu machen.
  • Werkzeuge zum schnellen Testen von Prototypen mit Kunden.
  • Tools, die die Selbstbedienung für Mitarbeiter und/oder Kunden ermöglichen.

Zudem ist es sinnvoll, Standardarbeitsanweisungen zu aktualisieren, um digitale Methoden und Technologien einzubeziehen. Leistungsmanagementsysteme sollten die Bewertung neu erforderlicher Verhaltensweisen beinhalten.

Digitalexperten, die Transformationsprojekte durchführen, täten gut daran, Empfehlungen für die Digitalisierung alltäglicher Prozesse aufzunehmen, um weitergehende Veränderungen zu unterstützen.

4. Wandlung der Mentalität auf Führungsebene

Führungskräfte können es sich nicht mehr erlauben, im Sinne von „business as usual” zu denken. Dachten Sie früher vielleicht über Technologien für neue Produkte und Innovationen nach, sollten sie jetzt ihre Gedanken darauf richten, wie Technologie das Kerngeschäft des Unternehmens verbessern kann.

Außerdem gilt es, mutiger und schneller zu sein. Unternehmen, die trotz der COVID-19 Lockdowns von einer Steigerung des Umsatzes und der Rentabilität berichten, scheinen die Ersten gewesen zu sein, die mit neuen Technologien experimentierten und mit Innovationen auf den Markt kamen. Überdies richteten sie Aufmerksamkeit darauf, Lücken bei technischen Talenten durch Schulungen oder die Anwerbung neuer Mitarbeiter zu füllen. Tatsächlich wurden diese oft jedoch eher an digitale Expertenplattformen ausgelagert.

Die Kommunikation von Veränderungen war schon immer wichtig. Eine interessante Erkenntnis ist jedoch, dass die Kommunikation von Veränderungen in der Organisation mit technologischen Mitteln, einschließlich interaktiver Social-Media-Plattformen, effektiver zu sein scheint.

All dies stellt eine echte Chance für Digitalexperten dar, insbesondere für diejenigen, die über digitale Expertenplattformen arbeiten. Diese Digitalberater verfügen selbst über die technischen Fähigkeiten und das Fachwissen, welches sie in Kundenunternehmen einsetzen können. Sie können dies als externe Berater oder sogar als Zeit- oder Aushilfskräfte tun. Hierbei nutzen sie den Trend zum Outsourcing und verkörpern zudem die neue Arbeitsweise – agil, unabhängig und technologieorientiert.

Erfolg der digitalen Transformation

Die besten Digitalexperten wollen für ihre Kundenorganisationen etwas bewegen und sicherstellen, dass ihre digitalen Transformationsprojekte nachhaltig sind. Hoffentlich helfen die, in diesem Artikel beschriebenen Schlüsselfaktoren, Ihnen bei einer erfolgreichen digitalen Transformation. Vergessen Sie nicht, über die rein technischen Aspekte ihrer Arbeit hinauszugehen und Schritte zur Änderung der Denkweise und des Handelns ihrer Kunden miteinzubeziehen.

Die COVID-19-Krise hat für unabhängige und freiberufliche digitale Berater und digitale Expertenplattformen enorme Möglichkeiten eröffnet. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie einen Freifahrtschein haben. Allerdings sind die Chancen auf erfolgreiche Transformationsprojekte zweifellos berechenbarer als zuvor!

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