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Werden freiberufliche Berater die Unternehmensberatung neu erfinden?

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Veröffentlicht am:
Juni 9, 2022
Lesezeit:
6 minutes
consultport-author
Lynn
Lynns umfangreiche Erfahrung als Unternehmensberaterin ermöglicht ihr vielfĂ€ltige Perspektiven auf die GeschĂ€ftswelt. Ihre Rolle als Mutter, Ehefrau und Großmutter vertiefen ihre Einsichten weiter.

Die Entwicklung der traditionellen Unternehmensberatung hin zu freiberuflichen Unternehmensberatern und Online-Beratungsplattformen mag noch vor fĂŒnf Jahren sehr unwahrscheinlich erschienen sein. Heute ist sie Teil des weltweiten Wandels hin zu digitalen und technologischen Systemen, der FlexibilitĂ€t der Gig-Wirtschaft und der Hyper-KonnektivitĂ€t, die eine fast augenblickliche und reibungslose Verbreitung neuer Ideen und Innovationen ermöglicht. In der Tat haben freiberufliche Berater durchaus Potenzial den Wandel zu bringen, welcher die Welt der Unternehmensberatung aufrĂŒtteln wird.

Professor Clayton Christensen ist vor allem fĂŒr seine Arbeiten darĂŒber bekannt, wie traditionelle Industrien durch Innovation gestört werden. KĂŒrzlich sagte er voraus, dass die Beratungsindustrie, die ihr auf Leverage basierendes GeschĂ€ftsmodell seit mehr als hundert Jahren nicht verĂ€ndert hat, durch Innovation in den Bereichen Taktik und Implementierung und durch die Konkurrenz der freiberuflichen Revolution gestört werden wĂŒrde.

Trends in der Management-Beratung

Beratung ist einer der reifsten Sektoren der professionellen Dienstleistungsindustrie, mit einem jĂ€hrlichen globalen Wert zwischen 250 Milliarden und 600 Milliarden Dollar. Er wurde traditionell durch die Globalisierung, Fusionen, Änderungen in der Gesetzgebung, die Notwendigkeit besserer Effizienz und VerĂ€nderungen in der Technologie vorangetrieben. Heute wird das Wachstum durch Unterbrechungen der GeschĂ€ftsmodelle und durch die Digitalisierung gesteuert.

In den 1960er und 70er Jahren lag der Schwerpunkt der Unternehmensberatung in den Bereichen Strategie, Marktforschung und Datenanalyse. Große Beratungsfirmen entstanden, darunter die Top 3 (McKinsey, BCG und Bain) und die Big Four (Ernst and Young, PwC, Deloitte und KPMG). Ihre GeschĂ€ftsmodelle boten Anreize fĂŒr die GeschĂ€ftsentwicklung, generalistische FĂ€higkeiten und die Vermittlung möglichst vieler Berater.

Heutzutage gibt es eine Herausforderung durch Boutique-Beratungsfirmen, Online-Beratungsplattformen und Freiberufler. Dies liegt daran, dass sie sich auf AgilitĂ€t konzentrieren, um den neuen RealitĂ€ten in der GeschĂ€ftswelt gerecht zu werden, sich auf ihr eigenes tiefes Fachwissen verlassen und den KundenbedĂŒrfnissen wirklich Aufmerksamkeit schenken.

"Eine bahnbrechende Technologie ist eine Technologie, die eine etablierte Technologie verdrĂ€ngt und die Industrie aufrĂŒttelt."
Die Freelance Beratungsrevolution

Professor Clayton Christensen sagte voraus, dass die traditionelle Beratungsbranche durch die Revolution der Freiberufler infrage gestellt werden wĂŒrde. Ist dies tatsĂ€chlich der Fall, sollten wir uns fragen, woher all die Freiberufler kommen werden und wie kompetent sie sein könnten, wenn sie nicht von namhaften Prestigefirmen unterstĂŒtzt werden?

Die Wahrheit ist, dass die großen Beratungsunternehmen dieses Angebot ĂŒberhaupt erst hervorgebracht haben.

Zuerst einmal beschĂ€ftigen die großen Beratungsfirmen Hunderttausende von Beratern auf der ganzen Welt und bildeten sie gut aus. Eine Personalfluktuation von etwa 18 % bis 20 % pro Jahr bedeutet, dass Zehntausende von erfahrenen Beratern zur VerfĂŒgung stehen. Viele von ihnen wechseln daraufhin in leitende Positionen der Privatwirtschaft. Unternehmen wissen heutzutage, dass nicht immer ein Full-Service-Beratungspaket nötig ist. Viele entscheiden sich fĂŒr kurzfristige, modulare und zielgerichtete Dienstleistungen von freiberuflichen Beratern. Sie wenden sich außerdem an Plattformen fĂŒr freiberufliche Berater, die Zugang zu einer breiten Palette von Fachkompetenzen bieten.

Außerdem haben die großen Konzerne keine Eigentumsrechte mehr an Beratungstechnologien. Ein wichtiger frĂŒher Beitrag der großen Beratungsfirmen war die Entwicklung von Tools und Frameworks zur Entwicklung von Unternehmensstrategien. Dazu gehörten u. a. die SWOT-Analyse und die Balanced Scorecard. Diese Werkzeuge sind inzwischen Bestandteil der LehrplĂ€ne von MBA- und anderen betriebswirtschaftlichen Programmen geworden, werden in der Wirtschaft gut verstanden und können von jedermann angewendet werden. Infolgedessen ist die Beratung entmystifiziert worden und kleine Unternehmen sind wettbewerbsfĂ€hig.

Die Gig-Ökonomie ist eine weitere Triebkraft fĂŒr die Störung des Beratungsmarktes. Mehr und mehr Unternehmen gehen zu den sogenannten liquiden ArbeitskrĂ€ften ĂŒber – flexible BeschĂ€ftigungsmodelle mit einer Kombination aus Vollzeit-, Teilzeit- und Vertragsarbeitern. Gig-ArbeitskrĂ€fte sind eine wichtige Quelle fĂŒr schwer zu findende Qualifikationen. Einzelpersonen werden von diesem Modell angezogen, da es mehr FlexibilitĂ€t und die Wahl des Lebensstils u ermöglicht. Heute ist fast ein Drittel aller Arbeitnehmer in den USA Teil der Gig-Wirtschaft und es ist die am schnellsten wachsende Arbeitnehmergruppe in der EU. China, Indien, Singapur und Malaysia sind wichtige Online-ArbeitsmĂ€rkte in Asien.

Der Einfluss von Technologie und Digitalisierung

Technologische VerÀnderungen und die fortschreitende Digitalisierung drÀngen viele Unternehmen zu digitalen Beratern.

Auch die Beratungsbranche selbst wird durch Digitalisierung und neue Technologien gestört. FrĂŒher bestand das Konzept der Beratung daraus, Informationen ĂŒber das GeschĂ€ft eines Kunden, seine Konkurrenten, seine MĂ€rkte und potenziellen MĂ€rkte usw. zu sammeln. Daraufhin lag es an Beratern, Einblicke und RatschlĂ€ge zu den Ergebnissen zu geben, als Auftakt zur UnterstĂŒtzung bei der Umsetzung der Empfehlungen.

Heute machen interne Daten, große Datenanalysen und kĂŒnstliche Intelligenz Unternehmen fĂŒr die tĂ€gliche Entscheidungsfindung viel unabhĂ€ngiger. Jedoch bedeutet das nicht, dass Berater nicht mehr gebraucht werden. Vielmehr werden Sie fĂŒr spezifischere Rollen eingesetzt, um die aus den Analysen gewonnenen Erkenntnisse anzuwenden. So sind Berater mit spezialisierten, tiefgreifenden Kenntnissen jetzt in grĂ¶ĂŸerem Umfang verfĂŒgbar und können unabhĂ€ngig eingestellt werden. Dies gilt insbesondere, wenn Sie online nach ihnen suchen oder sich an Plattformen wenden, deren Nische es ist, Experten mit den Menschen zu verbinden, die sie brauchen.

Der Vorteil von Online-Beratungsplattformen

Nutzen fĂŒr Kunden

Die Kosten der On-Demand-Ressourcen sind einer der wichtigsten Vorteile fĂŒr Kunden. Kleine Beratungsfirmen, Online-Plattformen und Freiberufler haben nicht die enormen Gemeinkosten der grĂ¶ĂŸeren Firmen und mĂŒssen diese auch nicht in ihre Tarife einbauen. Da jedoch viele dieser Berater zuvor in fĂŒhrenden Beratungsunternehmen gearbeitet haben, bringen sie trotzdem die gleichen FĂ€higkeiten mit, jedoch ohne fĂŒr Gemeinkosten abzurechnen.

Die StĂ€rke großer Organisationen besteht darin, dass sie ĂŒber Rahmenbedingungen, Methoden und Mittel verfĂŒgen, die sie von der Stange oder angepasst fĂŒr eine Reihe von Kunden einsetzen können. Dies kann jedoch auch zu einer Schwachstelle werden und ist ein Bereich, in dem agilere und fokussiertere Berater punkten können. Kleine Organisationen können mit grĂ¶ĂŸeren Organisationen konkurrieren, indem sie versuchen, die wirklichen BedĂŒrfnisse der Kunden zu befriedigen und maßgeschneiderte Interventionen aufzubauen.

Bei der Einstellung von Beratern geht es nicht immer um Kosten. Es geht darum, die richtigen Leute fĂŒr die besten Ergebnisse zu finden. Die Wahl einer ausgelagerten Ressource ist so Ă€hnlich wie die Wahl eines internen Mitarbeiters: Sie suchen nach spezifischen FĂ€higkeiten und Erfahrungen, sowie nach einem guten Personal, das hinsichtlich Persönlichkeit und Stil zu Ihrem Team passt. Der Auswahlprozess sollte also Ă€hnlich ablaufen. Folglich sollten Sie nachfragen, welche Arbeit die Agentur bereits geleistet hat, fragen Sie nach den LebenslĂ€ufen der vorgeschlagenen Berater, sehen Sie sich deren Referenzen an, fĂŒhren Sie Interviews durch und erstellen Sie eine Art Bewertung.

Freiberufliche Beratungsplattformen wie Consultport bieten eine VorabprĂŒfung von Beratern und stellen sicher, dass diese ĂŒber eine Reihe fundierter Fachkenntnisse verfĂŒgen, die auf Ihre BedĂŒrfnisse abgestimmt werden können. Dies reduziert Ihr Risiko und Ihre Zeit bei der Suche nach den richtigen Ressourcen erheblich.

Vorteile fĂŒr freiberufliche Berater

Bei der Vermarktung Ihrer Berater-Dienstleistungen ist die Reichweite entscheidend. Es reicht nicht mehr aus, einige wenige Kunden vor Ort zu entwickeln. Das macht Sie sehr abhĂ€ngig. Online-Plattformen fĂŒr Freiberufler bieten mehr Reichweite und können einzelne Berater mit potenziellen Kunden verbinden. WĂ€hrend viele Freiberufler die Vorteile der FlexibilitĂ€t und der Freiheit von unternehmerischen ZwĂ€ngen wĂŒnschen, kann die Notwendigkeit, stĂ€ndig nach neuer Arbeit zu suchen, eine Ablenkung und ein Risiko sein. Der Zugriff auf die GeschĂ€ftsexpertise einer Beratungsplattform bedeutet, dass sie auch Zugang zu den neuesten Technologien und spezifischem Branchenwissen, sowie zu zentralisierten Systemen fĂŒr Verwaltung, Projektmanagement, QualitĂ€tsmanagement und dergleichen haben.

TatsÀchlich sind Online-BeratungsmarktplÀtze wie Consultport der beste Hafen, um im Sturm die Turbulenzen der Beratungsbranche zu meistern.

Unternehmen können ĂŒber eine einfach zu bedienende Plattform auf die besten Managementberater und Digitalexperten zugreifen, sich auf erstklassige Fachkenntnisse verlassen und sich schnell und einfach auf Ihre BedĂŒrfnisse konzentrieren. Des Weiteren erhalten Sie QualitĂ€tssicherung und administrative UnterstĂŒtzung, die es Ihnen ermöglichen, sich auf Ihr Projekt zu konzentrieren.

FĂŒr freiberufliche Berater, bietet die Consultport-Plattform eine Auswahl spannender Projekte, Zugang zu einem Netzwerk vorselektierter Kunden, FlexibilitĂ€t und kontinuierliche persönliche und logistische UnterstĂŒtzung.

Werden Beratungsplattformen die traditionelle Beratung stören?

Laut Clayton Christensen „sind wir noch frĂŒh in der Geschichte der Störung der Beratung...“. Die Trends, die von der Technologie und dem Streben nach FlexibilitĂ€t getrieben werden, sind jedoch fĂŒr alle sichtbar. Freiberufliche Unternehmensberater und Online-Beratungsplattformen scheinen das Beraterschiff zu schaukeln!